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Investmentbanker – von teuer bis sehr teuer

Was lassen sich die Schweizer Grossbanken ihr Personal kosten? Neuste Zahlen zeigen: Die UBS gibt für Investmentbanker erheblich mehr Geld aus als die CS. Und die Lohnscheren sind gross.

Grosse Aufwendungen für Investmentbanker: Hauptsitze von UBS und CS am Zürcher Paradeplatz.
Grosse Aufwendungen für Investmentbanker: Hauptsitze von UBS und CS am Zürcher Paradeplatz.
Keystone

Die UBS forciert wieder das Investmentbanking. In diesem Jahr steigen die Aufwendungen pro Mitarbeiter um rund 20 Prozent. Das entspricht durchschnittlich 430'000 Franken für jeden der 17'000 Investmentbanker der UBS, wie die Zeitung «Sonntag» kürzlich errechnet hat. Zum Vergleich: Bei den Vermögensverwaltern beläuft sich die entsprechende Summe auf 173'000 Franken. Diese Zahlen sorgen UBS-intern für Unmut, weil die Lohnschere grösser geworden ist. Die höheren Ausgaben im Investmentbanking begründet die UBS mit dem Umstand, dass zuletzt wegen tieferer Boni zahlreiche Investmentbanker zur Konkurrenz gewechselt hätten.

Auch bei der anderen Schweizer Grossbank klaffen die Personalaufwendungen drastisch auseinander, wie die Wirtschaftsnachrichten-Website Finenews.ch auf Grund eigener Berechnungen berichtet. Für einen der etwa 21'200 Mitarbeitenden im Investmentbanking gebe die Credit Suisse im laufenden Jahr rund 390'000 Franken aus, während es im Private Banking 182'000 Franken seien.

40'000 Franken mehr für UBS-Investmentbanker

Schliesslich zeigt ein Vergleich zwischen den beiden Banken: Die UBS investiert erheblich mehr Geld in ihre Investmentbanker in London und den USA als die CS. Der Unterschied pro Investmentbanker beträgt 40'000 Franken – 430'000 Franken bei der UBS und 390'000 Franken bei der CS.

Finenews.ch räumt zwar ein, dass Vergleiche von Personalaufwendungen nur bedingt möglich sind. So entsprächen die «personnel expenses» bei der UBS respektive der «compensation & benefits» bei der CS nicht einfach dem Durchschnittslohn, weil diese Zahlen teilweise auch Lohnneben- und Personalmanagement-Kosten enthalten würden.

Personalausgaben pro Kopf im Vergleich

Trotz solcher Einschränkungen lassen sich andere interessante Vergleiche ziehen, etwa wie UBS und CS international dastehen. Finenews.ch kommt zum Schluss, dass beide Schweizer Grossbanken respektable Vergütungen für ihr Personal vorsehen. Bei den Personalausgaben pro Kopf sind UBS und CS in der Spitzengruppe vertreten. Und so präsentiert sich die Rangliste: 1. Goldman Sachs (359'000 Franken pro Kopf), 2. CS (220'000 Franken pro Kopf), 3. UBS (203'000 Franken pro Kopf), 4. Morgan Stanley (183'000 Franken pro Kopf) und 5. Deutsche Bank (157'000 Franken pro Kopf).

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