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In der Geothermie-Branche herrscht Katerstimmung

Die Geothermie war eine grosse Hoffnungsträgerin für die Energiewende. Doch die schweizweit über 20 geplanten Projekte liegen mehrheitlich in der Schublade. Es fehlen Investoren.

Buchstäblich viel Geld verlocht: Die teuren Erdbohrungen in St.Gallen hatten nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Buchstäblich viel Geld verlocht: Die teuren Erdbohrungen in St.Gallen hatten nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Keystone
Am 14. Mai 2014 gab  die Stadt St.Gallen bekannt, dass sie ihr Projekt beerdigt, nachdem sie bereits Millionen investiert hat.  Auch die BKW hat soeben einen Investitionsstopp für Geothermie beschlossen.
Am 14. Mai 2014 gab die Stadt St.Gallen bekannt, dass sie ihr Projekt beerdigt, nachdem sie bereits Millionen investiert hat. Auch die BKW hat soeben einen Investitionsstopp für Geothermie beschlossen.
Keystone
So funktioniert Geothermie.
So funktioniert Geothermie.
Quelle: geothermie.ch/BZ Grafik nid
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Mit der Geothermie geht es in der Schweiz nicht so recht vorwärts: Das Projekt in Basel wurde 2010 gestoppt – nachdem es zu Erdbeben gekommen war. Die Erde bebte auch in St.Gallen, wo die Stadtwerke 2012 das zweite grosse Geothermieprojekt in Angriff genommen haben.

Nun ist klar, warum beim St.Galler Projekt nicht alles gut gelaufen ist – seit gestern Donnerstag liegen die Auswertungen der Bohrung vor. So haben die Ingenieure unter anderem in den Tiefen viel weniger Wasser gefunden als erhofft. So lässt sich die Erdwärme kaum wirtschaftlich nutzen. Die Stadt St.Gallen will nun alternative Betriebskonzepte prüfen. Vor den Medien hiess es, das Projekt sei «infrage gestellt». Das Volk hat einst einen 160-Millionen-Kredit bewilligt.

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