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Immer mehr ausländischer Käse auf Schweizer Tellern

Seit kurzem importiert die Schweiz mehr Käse, als sie exportiert. Billige Sorten wandern insbesondere dorthin, wo man sie nicht sieht.

Die Verkaufspreise stehen unter Druck: Blick in die Kooperative der Alpkäser von L'Etivaz.
Die Verkaufspreise stehen unter Druck: Blick in die Kooperative der Alpkäser von L'Etivaz.
Keystone

Aus Preisgründen landet immer mehr ausländischer Käse auf Schweizer Esstischen. Im zweiten Quartal 2014 hat die Schweiz erstmals mehr Käse eingeführt als ins Ausland geliefert, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Im Juni betrug der Importüberschuss 445 Tonnen.

Die Nachfrage nach den Schweizer Traditionsmarken Emmentaler und Tilsiter ist dagegen in den letzten Jahren eingebrochen. Die Exportschlager von früher ziehen nicht mehr: Im ersten Halbjahr 2014 sanken die Ausfuhren von Emmentaler und Tilsiter im Vergleich zum Vorjahr zweistellig, von 2000 bis 2013 brachen die Exporte der Traditionssorten um ein Drittel ein. Emmentaler ist mengenmässig einer der bedeutendsten Käse – und das Sorgenkind der Branche.

Zwar haben sich die Käser im Juli 2013 eine Mengenbeschränkung auferlegt, die Verkaufspreise stehen aber weiter unter Druck. Hersteller beklagen sich über eine Zunahme von Billigimporten seit der Liberalisierung des Handels im Jahr 2007. «Der Billigkäse wandert primär in Fertigprodukte und in Restaurants – also an Orte, wo Konsumenten ihn nicht sehen und wo der Preis ausschlaggebend ist», sagt Manuela Sonderegger, Sprecherin von Switzerland Cheese Marketing.

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