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Hypothekarbank Lenzburg profitiert von der Finanzkrise

Die Finanzkrise hat der Hypothekarbank Lenzburg im dritten Quartal zusätzliche Kundengelder eingebracht.

Keinen Schaden verursacht habe der Konkurs der US-Investmentbank Lehmann Brothers, teilte die Regionalbank am Freitag mit.

Unter den rund 10'000 Wertschriftendepots besässen nur zwei Kunden der Hypothekarbank Lenzburg ein Lehmann-Produkt, heisst es in der Mitteilung. In beiden Fällen handle es sich nicht um übermässige Vermögensanteile.

Die Ausleihungen an Kunden stiegen bis Mitte Oktober auf über 100 Millionen Franken. Bei den Kundengeldern verzeichnete die «Hypi» nach einem negativen Trend im ersten Halbjahr einen Zuwachs von über 20 Millionen Franken.

Je turbulenter das Marktgeschehen zwischen August und Oktober verlaufen sei, desto weniger Gelder seien weggeflossen oder seien zurückgekehrt, hält die Geschäftsleitung fest. Von anderen Instituten sei kein «überdurchschnittlicher Zuwachs» verzeichnet worden.

Der Aktienkurs der «Hypi» Lenzburg bewegte sich nach eigenen Angaben in den letzten Tagen zwischen 4300 und 4400 Franken. Im Vergleich zum Index der Bankenwerte verhalte sich der Titel wie ein «verwurzelter Baum im Sturm».

Kritik an Kaupthing Bank

Mit scharfen Worten kritisiert der Verwaltungsrat der «Hypi» Lenzburg den Zusammenbruch der Kaupthing Bank in Genf. Das «untaugliche Gebilde» habe mit überhöhten Sparzinsen «brave Sparer» zu Einzahlungen verführt.

Nachdem sich inzwischen die Kaupthing als illiquid erklärt habe, müssten nun für die Auszahlung der garantierten Beträge bis zu 30'000 Franken sämtliche Schweizer Banken, inklusive «Hypi» Lenzburg aufkommen. Nichts verführe so sehr zu Missbrauch wie Garantien.

Positiv wertet die Regionalbank die Finanzhilfe für die UBS. Bei allem Imageverlust für die Bankbranche vermittle die Lösung von Bund und Nationalbank «Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft».

SDA/mbr

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