«Hören Sie, ich habe nicht verkauft!»

Deutsche Branchendienste melden, dass der Schweizer Verleger Jürg Marquard sein Medienunternehmen verkauft haben soll. Er selbst hat an dieser Nachricht keine Freude.

Hat keine Verkaufsabsichten: Verleger Jürg Marquard. Bild: Keystone.

Hat keine Verkaufsabsichten: Verleger Jürg Marquard. Bild: Keystone.

Christian Lüscher@luschair

«Ich weiss, warum Sie anrufen. Nein, ich habe nicht verkauft», äussert sich ein hörbar genervter Jürg Marquard am Telefon gegenüber Bernerzeitung.ch/Newsnetz. Grund für seine Reaktion: Der deutsche Mediendienst Mediatribune meldete heute, dass Marquard die Titel seiner Marquard Media AG am 15. März verkauft habe, und zwar an die deutsche Bauer Media Group. Auch der Branchendienst Kress thematisierte das Gerücht prominent.

Der Medienunternehmer, der derzeit in St. Moritz in den Ferien weilt, dementiert aber entsprechende Verkaufsabsichten vehement. Auch eine Mediensprecherin der Marquard-Dependance MVG in München sagt: «Wir können nur sagen, dass es sich hierbei um ein Gerücht handelt, das womöglich entstanden ist, weil Ende Februar bekannt wurde, dass Bauer von Marquard die polnische Frauenzeitschrift ‹Olivia› übernommen hat.»

Jürg Marquard hat Marquard Media 1965 in Zürich gegründet. Das Unternehmen ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in Polen und Ungarn aktiv. Lizenzausgaben seiner Titel erscheinen in weiteren ost- und mitteleuropäischen Ländern. In Deutschland gehören neben «Cosmopolitan» «Joy» und «Shape» zum Portfolio. In Polen und Ungarn gibt er den «Playboy» heraus. Marquard zählt laut dem Magazin «Bilanz» mit einem geschätzten Vermögen von 300 bis 400 Millionen Franken zu den reichsten Schweizern.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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