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Historischer Monat für Mercedes?

Daimler-Chef Dieter Zetsche vergleicht eines seiner Produkte mit Lena Meyer-Landrut, freut sich aber vor allem über Rekordumsätze. Ein Land ist ihm besonders wichtig.

Scheinbar ein begehrtes Objekt: Mercedes (Werbebild).
Scheinbar ein begehrtes Objekt: Mercedes (Werbebild).

Zetsche ist ausserordentlich optimistisch für sein Unternehmen und die ganze Automobilbranche: Es zeichne sich bereits ab, dass der Juni beim Absatz ein historischer Rekordmonat für Mercedes gewesen sein könnte, sagte Zetsche am Freitag auf einer Tagung des «Handelsblatts» in München. Auch das Gesamtjahr 2010 könnte eines der besten in der Geschichte der weltweiten Automobilindustrie werden.

Der Premiummarkt entwickle sich dabei besonders dynamisch, sagte Zetsche. Und keine Marke komme derzeit besser voran als Mercedes-Benz. «Unser Stern stahlt wieder», betonte er. China spiele dabei eine wichtige Rolle. Schon jetzt verkaufe man nirgends mehr Autos der S-Klasse. Das Wachstum dort habe im ersten Quartal die kühnsten Träume übertroffen. Er erwarte, dass China «in der Gegend um 2015» für Mercedes zum grössten und wichtigsten Markt werden könnte, sagte Zetsche.

Neue Antriebskonzepte

Die grösste Herausforderung für die Automobilindustrie sei derzeit der Wechsel vom Auto 1.0 zum Auto 2.0. Das Elektroauto sei dabei «so etwas wie die Lena Meyer-Landrut der Automobilindustrie: Ein Hoffnungsträger mit medialer Blitzkarriere - aber noch ganz am Anfang». Für die Entwicklung neuer Antriebskonzepte müsse viel investiert werden, es bringe derzeit aber nur wenig Geld, sagte Zetsche. Die Frage sei, wem es gelinge, diesen Spagat am besten zu meistern.

Zetsche betonte, dass es auch beim Auto der Zukunft Premium geben werde. «Wo immer es Menschen gibt, gibt es das Bedürfnis nach sozialer Differenzierung», sagte er. Das sei schon bei den Neandertalern so gewesen. In postmaterialistischen Gesellschaften werde Premium allerdings subtiler sein. «Was ein Auto ausdrücken soll wechselt. Dass ein Auto etwas ausdrückt, das bleibt», betonte der Daimler-Chef.

dapd/sam

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