Zum Hauptinhalt springen

«Hallo, hörst du mich noch?»

Mobilfunkanbieter sagen den Funklöchern im öffentlichen Verkehr den Kampf an. Bis beim Pendeln ungestört telefoniert werden kann, braucht es aber noch viel Geduld.

Ständige Störungen beim Telefonieren: Jugendliche in einem SBB-Abteil 2003.
Ständige Störungen beim Telefonieren: Jugendliche in einem SBB-Abteil 2003.
Keystone

Wer regelmässig pendelt und ein Handy besitzt kennt sie: Die Funklöcher im Zugverkehr. Wichtige und weniger wichtige Gespräche wurden auf diese Weise schon abrupt unterbrochen: «Hallo, hörst du mich noch?»

Nun sagen die Mobilfunkanbieter der schlechten Netzqualität den Kampf an. Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, wollen Orange, Sunrise und Swisscom 1200 SBB-Wagen mit Antennen austatten, um den UMTS-Signal-Empfang zu verbessern. Bereits haben sie sich im Konsortium Intraincom zusammengetan, um das 50 Millionen teure Projekt zu realisieren.

Für den Datentransfer ist die Netzqualität absolut entscheidend, sagt Swisscom-Chef Carsten Schloter gegenüber dem Blatt. Was logisch klingt, dauert noch Jahre bis es zur Realität wird: So soll es erst im Jahr 2015 möglich sein, funkstörfrei durch Zugtunnels zu pendeln.

Umstellung auf 3G-Technik

Grund für die lange Verzögerung sind einerseits die hohen Kosten, andererseits die komplexe Technik, die zur Realisierung des Projekts benötigt wird. Die Fenster der aktuellen Züge sind gemäss der «SonntagsZeitung» mit einer speziellen Beschichtung versehen, welche die 3G-Wellen bis ins Wageninnere um Faktor 1000 abschwächen. Die Installierung von 3G-Antennen, die den Funkverkehr ins Wageninnere leiten können, ist nach Angaben der Swisscom sehr aufwändig.

Die SBB bestätigt die Pläne der Mobilfunkanbieter. Die Arbeiten an den Wagen und den Bahnlinien sind relativ aufwändig, wie SBB-Sprecher Jean-Philippe Schmidt sagt. Deshalb dauere die Umrüstung mehrere Jahre. Die neuen Bahnwagen, welche die SBB ab 2012 von Bombardier erhält, sind aber bereits mit der neuen Technologie ausgerüstet.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch