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Grübel konkretisiert möglichen Abzug der UBS ins Ausland

Der Chef der Schweizer Grossbank sorgt sich um eine allzu strenge Eigenkapitalregelung. Nun denkt er laut über eine Strukturänderung und eine Auslagerung von Teilen der UBS ins Ausland nach.

Bald schon in einem anderen Land? Oswald Grübel an der Generalversammlung der UBS.
Bald schon in einem anderen Land? Oswald Grübel an der Generalversammlung der UBS.
Keystone

Möglich wäre eine Holdinggesellschaft, welche die Mehrheit an den verschiedenen Niederlassungen in der Welt hielte, wie er in einem Interview mit der Zeitschrift «Bilanz» ausführte. Verlangt die Politik eine höhere Eigenkapitaldeckung als ausländische Finanzplätze, hätte das gemäss UBS-Chef Oswald Grübel auch Auswirkungen auf den Werkplatz Schweiz. «Werden die Regelungen umgesetzt, können wir in vielen Geschäftssparten nicht konkurrenzieren», sagte Grübel.

Eine Auslagerung gewisser Geschäftsteile wäre für Grübel dann eine Möglichkeit. Heute liege das Kapital der Bank in der Schweiz, 80 Prozent der Bilanzsumme jedoch im Ausland, vor allem in London oder New York. «Wenn die Schweiz die Grossbanken nicht mehr schützt, sagen die Engländer und Amerikaner zu Recht: Wir brauchen euer Kapital», so Grübel im am Donnerstag vorab publizierten Interview.

Für die UBS bedeutete das eine Strukturänderung, bei der die Auslandtöchter eigenes Kapital benötigten. «Es würde dann eine Holding Company im Ausland geben, die mit den einzelnen Gesellschaften Outsourcing-Verträge abschliesst.» Im Moment gebe es zwar keine konkreten Pläne, «aber diese Anforderungen werden auf uns zukommen», sagte der UBS-Chef.

SDA/jak

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