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Goldman-Sachs-Gewinn bricht dramatisch ein

Rückschlag im zweiten Quartal für Goldman Sachs: Ein schleppend laufendes Geschäft, die britische Bonussteuer und die Rekordstrafe der Börsenaufsicht SEC haben den Gewinn auf 453 Millionen Dollar gedrückt.

Dämpfer für die US-Bank: Goldman-Sachs-Hauptquartier in New York.
Dämpfer für die US-Bank: Goldman-Sachs-Hauptquartier in New York.
Reuters

Das Nettoergebnis der US-Bank stürzte im zweiten Quartal 2010 von 3,4 Milliarden im Vorjahreszeitraum auf 613 Millionen Dollar ab. Das entspricht einem Rückgang von 82 Prozent. Der Gewinn pro Aktie fiel von 4,93 Dollar auf 78 Cent. «Das Marktumfeld ist während des zweiten Quartals schwieriger geworden», sagte Bankchef Lloyd Blankfein.

Die Erträge lagen mit 8,8 Milliarden Dollar deutlich niedriger als im Vorjahr und auch als im ersten Quartal. Vorbörslich fiel die Aktie um zwei Prozent. Die Analysten hatten nicht mit den Sonderbelastungen gerechnet und einen höheren Gewinn prognostiziert.

Börsenwert um 25 Milliarden eingebrochen

Mit der Bonussteuer will die britische Regierung die Finanzmärkte zügeln. Goldman Sachs kostete das 600 Millionen Dollar. Der Vergleich mit der SEC schlug mit 550 Millionen Dollar zu Buche.

Die US-Börsenaufsicht hatte Goldman Sachs vorgeworfen, Anleger beim Verkauf von Hypothekenpapieren hinters Licht geführt zu haben, indem die Bank ihnen die Rolle eines grossen Hedgefonds verheimlichte, der gegen die Wertpapiere wettete. Nach dem Bekanntwerden der Klage im April war der Börsenwert des Hauses um mehr als 25 Mrd. Dollar eingebrochen.

SDA/bru

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