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Feintool schafft neue Jobs

Die Autoproduktion in Deutschland boomt. Davon profitiert auch der Autozulieferer Feintool. In Lyss hat das Unternehmen seit 2015 rund 18 Millionen Franken ­investiert. Und will nun zehn neue Arbeitsplätze schaffen.

Feintool-Werk in Lyss: Ein Roboter prüft die Qualität der Teile.
Feintool-Werk in Lyss: Ein Roboter prüft die Qualität der Teile.
Beat Hostettler/zvg

Der Kanton Bern hat als Industriestandort durchaus eine Chance. Dies zeigt das Beispiel des Autozulieferers Feintool in Lyss, der am Dienstag seine Halbjahres­zahlen veröffentlicht hat. Feintool-Chef Bruno Malinek sagte zum Standort Lyss: «Wir ­haben seit dem Jahr 2015 rund 18 Millionen Franken in unser Werk in Lyss investiert.» Das habe die rund 320 Arbeitsplätze in Lyss sicherer gemacht, fügt er an. Und gar die Schaffung neuer Arbeitsplätze ermöglicht. Malinek geht davon aus, dass im Werk Lyss in den nächsten Monaten weitere zehn Stellen dazukommen werden.

Derzeit baut Feintool in der tschechischen Stadt Most ein neues Werk mit etwa 100 Arbeitsplätzen. Dies liess Befürchtungen aufkommen, dass Feintool Ar­beitsplätze von Lyss ins Ausland verlagern könnte. Doch ­Bruno Malinek beruhigt: «Ich bin ein Verfechter des Standortes Schweiz. Die Zahl der jährlichen Arbeitsstunden eines Angestellten ist hierzulande etwa ein Drittel höher als beispielsweise in Deutschland.» 40- statt 35-Stunden-Woche, ­weniger Feiertage und weniger ­Ferien seien die Gründe dafür.

Malinek räumt aber ein, dass Feintool in der Vergangenheit Arbeitsplätze von Lyss ins Ausland verlagert hat. «Es ist zwar Umsatz weggewandert. Aber im Gegenzug kam gesunder Umsatz dazu», betont er.

Ein Computer kontrolliert

Die Investitionen in Lyss hat das Unternehmen für neue Produktionslinien getätigt. So hat das Unternehmen im Werk eine ­Anlage aufgebaut, welche Bau­teile von Automotoren härtet. Bislang liess Feintool diesen Prozess in der Nähe von Freiburg im Breisgau ausführen, was mit viel Aufwand und hohen Transportkosten verbunden war.

Als Zulieferer der Autoindustrie sieht sich Feintool mit immer höheren Ansprüchen an die Qualität konfrontiert. Die Autohersteller erwarten Teile ohne Fehler. Entsprechend hat Feintool jüngst eine Prüfzelle in Betrieb genommen. In dieser kontrolliert ein Roboter mit einem Bilderkennungssystem, ob die Teile korrekt gehärtet wurden.

Schub von der Autoindustrie

Automarken wie BMW, Audi oder Jaguar gehören zu den Endabnehmern der Feintool-Produkte. Das Unternehmen profitiert entsprechend vom aktuellen Boom in der Autoindustrie. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 6,6 Prozent auf 296,8 Millionen Franken.

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