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Fallende Preise geben Jordan recht

Wegen der trüberen Aussichten im Euroraum senkt die Schweizerische Nationalbank ihre Inflationsprognose. Die SNB behält Mindestkurs und rekordtiefe Zinsen bei.

Wegen der fallenden Preise sieht die SNB weiterhin keinen Bedarf, die geldpolitischen Zügel anzuziehen. Das heisst, dass sich die Banken bei der SNB weiterhin praktisch zum Nulltarif Geld leihen können. Konkret lag der massgebliche Dreimonatslibor am gestrigen Mittwoch bei lediglich 0,02 Prozent. Auch der im September 2011 eingeführte Euro-Mindestkurs von 1.20 Franken wird weiter mit aller Konsequenz verteidigt, wie das SNB-Präsidium um Präsident Thomas Jordan heute bekräftigte. Die unmittelbaren Inflationsgefahren haben sich nach Einschätzung der SNB sogar noch abgeschwächt.

Für 2013 rechnet sie mit einem Rückgang des Preisniveaus um 0,2 Prozent. Im Dezember war sie noch von einem Minus von 0,1 Prozent ausgegangen. Für 2014 senkt die SNB die Inflationsprognose von 0,4 auf 0,2 Prozent. Grund dafür seien unter anderem die trüberen Aussichten in der Eurozone. Die Europäische Zentralbank hatte ihrerseits vor Wochenfrist ihre BIP-Prognose für den Euroraum von minus 0,3 auf minus 0,5 Prozent gesenkt. In der Schweiz rechnet die SNB weiterhin damit, dass die Wirtschaft im laufenden Jahr auf Wachstumskurs bleibt und das Bruttoinlandprodukt um 1 bis 1,5 Prozent steigt.

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