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Fall Hyposwiss: Bedingte Haftstrafe für Ex-Mitarbeiter

Wirtschaftlicher Nachrichtendienst und Verletzung des Geschäfts- und des Bankgeheimnisses: Das Bundesstrafgericht hat einen ehemaligen Bankmitarbeiter zu einer bedingten Haftstrafe von 15 Monaten verurteilt.

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Durch sein Handeln hat der Beschuldigte die Interessen der Privatbank geschädigt: Das Bundesstrafgericht in Bellinzona.
Durch sein Handeln hat der Beschuldigte die Interessen der Privatbank geschädigt: Das Bundesstrafgericht in Bellinzona.
Keystone

Im Fall um Diebstahl bei der Hyposwiss ist heute ein Ex-Bankmitarbeiter vom Bundesstrafgericht in Bellinzona TI zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt worden. Er wurde unter anderem wegen versuchten wirtschaftlichen Nachrichtendienstes schuldig gesprochen.

Das Gericht hielt ausserdem die Straftatbestände der beiden weiteren Anklagepunkte, Verletzung des Geschäftsgeheimnisses und Verletzung des Bankgeheimnisses, für erfüllt. Durch sein Handeln habe der Beschuldigte die Interessen der Privatbank geschädigt.

Es liege aber kein schwerer Fall von wirtschaftlichem Nachrichtendienst vor, sagte Bundesstrafrichter Peter Popp. Er widersprach damit der Bundesanwaltschaft, die vier Jahre Gefängnis für den 70-jährigen Ex-Bankmitarbeiter gefordert hatte. Es seien nur die Grundtatbestände erfüllt, so Popp.

Kein Freispruch vom Hauptanklagepunkt

Einen Freispruch vom Hauptanklagepunkt, wie es wiederum die Verteidigung wünschte, gab es aber nicht. Gemäss Richter machte der IT-Experte in seinen Aussagen mehrfach deutlich, dass er eine Weiterleitung der Bankdaten nach Russland durchaus einkalkuliert hatte. Alle anderen Erklärungen seien «nachträgliche Schutzbehauptungen» gewesen.

Das Gericht erkannte die Zivilansprüche der Hyposwiss in der Höhe von 39'000 Franken an. Rund 32'500 Franken zahlte der Beschuldigte bereits im Zusammenhang mit der Einigung auf ein verkürztes Verfahren. Dieses scheiterte allerdings. Ein Umstand, durch den der IT-Experte letztendlich profitierte.

Im Rahmen des verkürzten Verfahrens hatte er sich bereits auf einen bedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren eingelassen. Im Rahmen des ordentlichen Verfahrens kam es nun aber zu dem deutlich niedrigeren Strafmass von 15 Monaten bedingt.

(SDA)

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