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Ex-Rieter-Autosparte fährt ins Plus

Der Winterthurer Autozulieferer Autoneum hat es 2011 knapp in die schwarzen Zahlen geschafft. Im ersten Jahr ihrer Unabhängigkeit weist die Firma einen Gewinn von 2,3 Millionen Franken aus.

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Ohne Rieter in die Zukunft: Das Logo des neuen Automobilzulieferers Autoneum an der Generalversammlung von Rieter in Winterthur. (13. April 2011)
Ohne Rieter in die Zukunft: Das Logo des neuen Automobilzulieferers Autoneum an der Generalversammlung von Rieter in Winterthur. (13. April 2011)
Keystone

Die ehemalige Autozuliefersparte des Rieter-Konzerns hat 2011 unter dem Strich 2,3 Millionen Franken verdient, nach einem Verlust von 41,3 Millionen Franken im Vorjahr. Damit überraschte das Unternehmen, das seit Mai des vergangenen Jahres an der Börse ist, einige Analysten. Eine Mehrheit der Industrieexperten, die gegenüber der Nachrichtenagentur AWP eine Prognose abgegeben hatten, war von einem erneuten Minus im Konzernergebnis ausgegangen.

Operativ gelang dem Hersteller von Lärm- und Hitzedämmungen ein Plus von 56,5 Prozent auf 34,9 Millionen Franken. Dabei sorgten Naturkatastrophen für ein tieferes Geschäftsvolumen: Das Japan-Beben vom März und die Fluten in Thailand im Oktober störten die Produktion bei den Kunden.

Stürme und starker Franken

Im September beschädigten dazu noch Ausläufer des Tropensturms Lee ein Autoneum-Werk in den USA schwer. Insgesamt müsse die Ertragslage noch verbessert werden, hiess es in einer Mitteilung von heute.

Auch der starke Franken beschäftigte das Unternehmen das ganze Jahr über. Schon im Februar hatte Autoneum berichtet, dass der Umsatz um 0,4 Prozent auf 1,72 Milliarden Franken gestiegen war. In den Währungen der verschiedenen Länder, in denen Autoneum tätig ist, betrifft das Umsatzplus allerdings satte 15 Prozent.

Abspaltung von Rieter

Autoneum war 1984 bis 2011 die Autoteilesparte im Rieter-Konzern. Die Aufspaltung Rieters vor einem Jahr in einen Textilmaschinenhersteller, der weiter den altehrwürdigen Namen Rieter trägt, und Autoneum hatte unter Industrieexperten Beifall geerntet.

Beide Rieter-Teile funktionierten schon vor der Trennung wie weitgehend eigenständige Firmen. Indem die beiden Teile nun separat an der Börse sind, erhoffen sich die Manager bessere Wachstumschancen und eine unabhängige Entwicklung des Aktienkurses.

(SDA)

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