Ex-Raiffeisen-Chef gerät ins Visier der Finma

Die Finanzmarktaufsicht ermittelt gegen Pierin Vincenz. Grund sind mögliche Interessenskonflikte.

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Hat der Finma seine volle Unterstützung zugesichert: Der ehemalige Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz. (Archiv)

(Bild: Keystone Walter Bieri)

Die eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) hat ein Verfahren wegen Interessenskonflikten gegen den früheren Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz eingeleitet. Er sei am Mittwoch darüber informiert worden, teilte Vincenz am Sonntagabend mit.

Er selber sei der Ansicht, potenzielle Interessenskonflikte mit der notwendigen Sorgfalt behandelt zu haben, hiess es in einer Medienmitteilung. Doch er habe der Finma seine volle Unterstützung zugesichert.

Teil des Verfahrens bei der Raffeisen Gruppe

Vincenz war von 1999 bis im September 2015 Chef der Raiffeisen Gruppe. Danach übernahm er das Verwaltungsratspräsidium der Versicherung Helvetia. Auch sie sei über die Untersuchung gegen ihren Verwaltungsratspräsidenten informiert worden, teilte Helvetia am Sonntag mit. Sie sähen jedoch keinen Anlass, Vincenz' Präsidium in Frage zu stellen. Helvetia sei von der Untersuchung nicht betroffen.

Im Oktober wurde bekannt, dass die Finma ein Verfahren zu Corporate-Governance-Themen bei der Raffeisen Gruppe eingeleitet hatte. Laut Medienberichten werden auch Übernahmen durch Raiffeisen oder verbundene Unternehmen untersucht. Raiffeisen hatte unter anderem die Privatbank Wegelin gekauft und war beim Finanzunternehmen Leonteq eingestiegen.

mch/sda

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