EWB mit 32,8 Millionen Franken Gewinn

Energie Wasser Bern hat vergangenes Jahr rund doppelt so viel Gewinn gemacht wie 2015. 22,5 Millionen Franken fliessen in die Stadtkasse.

Nach einem Einbruch im 2015 konnte Energie Wasser Bern seinen Gewinn ungefähr wieder auf das Niveau von 2014 anheben.<p class='credit'>(Bild: Urs Baumann)</p>

Nach einem Einbruch im 2015 konnte Energie Wasser Bern seinen Gewinn ungefähr wieder auf das Niveau von 2014 anheben.

(Bild: Urs Baumann)

Der Stadtberner Energieversorger hat 2016 trotz «schwierigem Marktumfeld» einen Gewinn von 32,8 Millionen Franken erwirtschaftet. Davon fliessen 22,5 Millionen Franken in die Stadtkasse.

Der Jahresgewinn liegt auf dem Niveau von 2014 und ist rund doppelt so hoch wie im Vorjahr (16,3 Millionen Franken), teilte Energie Wasser Bern (EWB) am Montag mit. 2015 hatten noch Sondereffekte – unter anderem eine Wertberichtigung auf dem Produktionsteil der Energiezentrale Forsthaus – auf den Gewinn gedrückt.

Im Jahre 2016 wirkten sich die Sondereffekte in ihrer Summe praktisch neutral aus: 3 Millionen Franken Mehreinnahmen flossen dank einem Elcom-Entscheid bei der Übertragung der Übertragungsnetze an Swissgrid. Aus dem Verkauf der Swissgrid-Anteile resultierte ein Buchgewinn von 2,1 Millionen Franken.

Mit 1,6 Millionen positiv zu Buche schlugen zudem tiefere Kosten aus einem Liefervertrag für Schweizer Wasserkraft. Negativ auf das Ergebnis drückte eine Umwandlung eines Darlehens der EWB Natur Energie AG in Eigenkapital im Umfang von 7,4 Millionen Franken.

2016 konnte das Unternehmen die im freien Markt verkaufte Menge Strom gegenüber dem Vorjahr um knapp 40 Prozent steigern. Damit stelle man «einmal mehr» seine Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis, heisst es in der Mitteilung weiter. Nach wie vor «eine grosse Herausforderung» seien aber die tiefen Strompreise. In naher Zukunft sei nicht mit einem Anstieg zu rechnen.

Neues Abgeltungsmodell ab 2018

Mehr finanziellen Spielraum und unternehmerische Freiheit wird der Stadtberner Energiedienstleister mit dem neuen Gewinnausschüttungs-Modell erhalten. Ab 2018 muss EWB der Stadt nicht mehr jährlich fix 22,5 Millionen Franken abliefern.

Das neue Abgeltungsmodell sieht einen fixen Beitrag von 18 Millionen Franken plus einen variablen Anteil von 40 Prozent des Jahresgewinnes vor. Diesen variablen Teil muss EWB aber nur dann ausrichten, wenn der Jahresgewinn 45 Millionen Franken übersteigt. Für 2016 wären somit der Stadtkasse 4,5 Millionen weniger zugeflossen.

Der Berner Gemeinderat kommt EWB auch bei den Zinsmargen entgegen. Die Stadt Bern rechnet deshalb ab 2018 mit um jährlich rund 8,6 Millionen Franken tiefer liegenden Gewinnausschüttungen, wie sie im November 2016 bekannt gab.

mb/sda

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