Zum Hauptinhalt springen

Etihad Regional krempelt Geschäft um – wegen «aggressiver» Swiss

Die in Lugano beheimatete Regionalfluggesellschaft der Etihad streicht vier Flugstrecken. In einer Erklärung beklagt sich Etihad über ihre Konkurrenten und kündigt einen Kurswechsel an.

Zum Start von Etihad Regional reiste noch der oberste Chef James Hogan (2.v.l.) nach Zürich (v.l.): Etihad-Regional-Chef Maurizio Merlo, Etihad-Chef James Hogan und Etihad-Verkaufsleiter Peter Baumgartner. (16. Januar 2014)
Zum Start von Etihad Regional reiste noch der oberste Chef James Hogan (2.v.l.) nach Zürich (v.l.): Etihad-Regional-Chef Maurizio Merlo, Etihad-Chef James Hogan und Etihad-Verkaufsleiter Peter Baumgartner. (16. Januar 2014)

Die als Etihad Regional fliegende Airline Darwin stellt vier ihrer Linienflüge im Februar ein. Betroffen sind zwei Verbindungen ab Zürich und zwei ab Genf. Unter anderem fällt die Verbindung von Zürich nach Lugano weg. Die anderen gestrichenen Flüge sind Zürich – Linz, Genf – Toulouse und Genf – Nizza. Wie Etihad Regional am Dienstagabend mitteilte, wird das Geschäft umstrukturiert.

Die Gesellschaft wolle zum Anbieter von Vertragsdienstleistungen für andere Fluggesellschaften in Europa werden. Der Geschäftsplan werde bei der Bewilligungsbehörde, dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl), bis Ende Januar eingereicht.

«Aggressives Verhalten»

Als Gründe für die Streichung nennt Darwin-Chef Maurizio Merlo im Communiqué das «aggressive Verhalten» der Lufthansa-Tochter Swiss sowie die angespannte wirtschaftliche Lage in Europa. Ferner warte Darwin noch auf die Zulassung einer Reihe von Code-Share-Flügen durch die Behörden, also das Bazl. Diese sei überfällig.

Obwohl die 33-Prozent-Beteiligung von Etihad an Darwin von den Behörden noch nicht zugelassen sei, hätten Swiss und Lufthansa Etihad Regional aus dem Markt drängen wollen. Deswegen reichte Darwin bei der Wettbewerbskommission Beschwerde ein.

Flüge auf Routen von Darwin und «Dumping-Preise»

Als missbräuchlich bezeichnet Darwin etwa, dass die Swiss das Wet-Lease von Darwin-Maschinen auf der Strecke Zürich-Lugano beendet hatte und den Ersatz durch Tyrolean-Flugzeuge. Das Bazl hielt bereits fest, Swiss verletze keine Verkehrsrechte, da es sich bei dem Fall nicht um ein klassisches Wet-Lease handle.

Weitere Darwin-Vorwürfe betreffen neu von der Swiss ins Programm aufgenommene Flüge auf Routen von Darwin, Dumping-Preise, Versicherungskündigungen und anderes mehr.

Einen verlustreichen Kampf mit der Swiss und anderen Gesellschaften fortzusetzen wäre unklug und gefährlich, erklärte Airline-Chef Merlo gemäss Communiqué. Darum habe sich Darwin zur Kursänderung entschlossen.

SDA/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch