Zum Hauptinhalt springen

Erneut Ausverkauf an Tokioter Börse

Wegen wachsender Rezessionsängste sanken die japanischen Aktienkurse um 7 Prozent.

Der Nikkei-Index stürzte am Freitag um mehr als 7 Prozent ab und lag nur noch bei 7847 Punkten. Ein weiterer Grund für den Ausverkauf war das Erstarken des Yens, was Exporte für japanische Unternehmen verteuert. Die Wall Street hatte am Donnerstagabend nach einem Handelstag mit starken Schwankungen uneinheitlich geschlossen. Der Dow Jones mit den 30 wichtigsten Titeln kletterte um 2,02 Prozent auf 8691 Punkte, während High-Tech-Aktien weniger gefragt waren. Der Nasdaq büsste knapp ein Prozent ein.

Verkauft wurden am Freitagmorgen in Tokio vor allem Aktien exportorientierter Unternehmen. Hintergrund ist die Aufwertung des Yens im Vergleich zum Dollar. Der Elektronikriese Sony etwa begründete seinen pessimistischen Ausblick mit dem ungünstigen Währungsverhältnis und der Konjunktur. Die Aktie verlor 12 Prozent an Wert. Schon am Donnerstag schloss der Nikkei mit einem Minus von 2,5 Prozent.

In Hongkong verlor der Hang Seng 4,6 Prozent auf 13'125 Punkte. In Südkorea fiel der Leitindex zum ersten seit mehr als drei Jahren unter die Marke von 10'000 Punkten. Das entsprach einem Verlust von fast 9 Prozent. Auch an den Börsen in Thailand, Indonesien and den Philippinen gab es herbe Verluste.

US-Firmen streichen Stellen

Die Wirtschaftsflaute wird in den USA unterdessen immer deutlicher auf dem Arbeitsmarkt sichtbar. Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung stieg nach Regierungsangaben in der vergangenen Woche um 15'000 auf 478'000. Schon ab 400'000 geht man von einer Rezession aus. Die Arbeitslosenquote beträgt derzeit 6,1 Prozent. In der Wirtschaftskrise 1991/92 waren es 7,8 und 1982 sogar mehr als 10 Prozent. Zu den Firmen, die Arbeitsplätze abbauen wollen, gehören grosse Namen wie Goldman Sachs, Xerox oder Chrysler.

Eine erste Schätzung zum US-Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal soll in einer Woche veröffentlicht werden. Experten gehen davon aus, dass die Leistung der grössten Volkswirtschaft der Welt um 0,5 Prozent sank. Diese Entwicklung soll sich mindestens bis ins erste Quartal 2009 fortsetzen. Erschwert wird die wirtschaftliche Erholung in den USA von der Bankenkrise, wegen der Kredite schwerer zu bekommen sind.

AP/se

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch