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Emirates stornieren A350-Auftrag

70 Langstreckenjets vom Typ A350 hatte die arabische Airline bei Airbus bestellt, nun sagt Emirates ab. Ein herber Rückschlag für den Flugzeugbauer.

Wird nun nicht bei Emirates eingesetzt: Der A350 von Airbus. (Archivbild)
Wird nun nicht bei Emirates eingesetzt: Der A350 von Airbus. (Archivbild)
Keystone

Er ist der neue Hoffnungsträger von Airbus, der Langstreckenflieger A350. Erst jüngst absolvierte der Jet die ersten Testflüge. Bereits bis Ende Jahr sollen die ersten Exemplare ausgeliefert werden.

Doch jetzt muss Airbus einen Rückschlag hinnehmen. Die arabische Fluggesellschaft Emirates habe ihren Auftrag über 70 Langstreckenjets A350 XWB annulliert, teilte Airbus am Mittwoch mit.

742 Bestellungen

Grund sei die Überprüfung des Flottenbedarfs von Emirates. Die Fluggesellschaft aus Dubai ist bereits der grösste Abnehmer von A380-Jumbos.

Airbus zeigte sich dennoch zuversichtlich über den Verlauf des A350-Entwicklungsprogramms. Ein halbes Jahr vor der ersten Auslieferung des Langstreckenjets stünden im Auftragsbuch für den A350 XWB 742 Bestellungen.

Teile aus halb Europa

Wie im Viel-Länder-Konzern Airbus üblich, kommen die Teile des A350 aus halb Europa: Aus Hamburg in Deutschland stammen Heck und Teile der hinteren Flügel, in Bremen werden die Flügelkanten gefertigt, Broughton in Grossbritannien steuert die Flügel bei, aus dem spanischen Getafe werden horizontale Teile der Heckflügel geliefert. Alles andere wird in Frankreich gebaut. Auch eine Endmontage gibt es nur in Toulouse. Ursprünglich wollte Airbus den A330 weiterentwickeln, in dessen Flugzeuggrösse der A350 gehört. Forderungen der Fluggesellschaften mündeten dann aber im völlig neuen Flieger.

Die Planung hat unter anderem wegen Problemen mit den Flügeln länger gedauert als geplant und mit geschätzt gut zehn Milliarden Dollar auch mehr gekostet. Nun sollen moderne Verbundwerkstoffe das Gewicht senken und den Treibstoffverbrauch nach Airbus-Rechnung um 25 Prozent senken.

Nach dem Ärger von Konkurrent Boeing mit den Batterien des Dreamliners hat Airbus beim A350 wieder alte Nickel-Akkus statt der ursprünglich ebenfalls geplanten, leichteren Lithium-Ionen-Technik eingeplant. Im Testflieger stecken allerdings noch die neuen Akkus.

Der A350 XWB wird in drei Versionen für 270 bis 350 Passagiere gebaut. Die teuerste Variante steht mit rund 250 Millionen Euro in der Preisliste.

SDA/cpm

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