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Ehemaliger Novartis-Mitarbeiter verhaftet

In der Affäre um mutmasslich manipulierte Studien ist ein Verdächtiger festgenommen worden: Ein Japaner soll falsche Informationen zur Wirksamkeit des Blutdrucksenkers Diovan verbreitet haben.

Nach den Medienberichten zu Studienmanipulationen sind die Diovan-Verkaufszahlen eingebrochen: Novartis-Hauptquartier in Basel. (22. Oktober 2013)
Nach den Medienberichten zu Studienmanipulationen sind die Diovan-Verkaufszahlen eingebrochen: Novartis-Hauptquartier in Basel. (22. Oktober 2013)
Arnd Wiegmann, Reuters

Ein früherer Mitarbeiter des Pharmakonzerns Novartis ist in Japan wegen des Verdachts auf Datenmanipulation verhaftet worden. Dem 63 Jahre alten Japaner werde vorgeworfen, Wissenschaftlern falsche Informationen über die Wirksamkeit des Novartis-Blutdrucksenkers Diovan übergeben zu haben, teilte die Tokioter Staatsanwaltschaft mit. Novartis erklärte in Basel, der Konzern arbeite mit den Behörden zusammen.

Bereits im September hatte sich Novartis-Pharmachef David Epstein in Tokio öffentlich für mutmassliche Manipulationen im Zusammenhang mit Diovan-Wirksamkeitsstudien entschuldigt und den Behörden Zusammenarbeit zugesichert. Kurz davor hatten zwei japanische Universitäten Artikel in japanischen Fachzeitschriften über Diovan zurückgezogen.

Der Blutdrucksenker ist trotz auslaufender Patente in einer Reihe von Ländern immer noch ein wichtiger Umsatzträger für Novartis. Im ersten Quartal sanken die Verkäufe um 13 Prozent auf 800 Millionen Dollar.

SDA/thu

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