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Dow stürzt um fünf Prozent ab

Die US-Börse ist in den ersten Handelsminuten um rund 5 Prozent abgestürzt. Auch der SMI bricht drastisch ein. Die UBS-Aktien stürzen vorübergehend auf ein Allzeit-Tief.

Der Dow Jones erholte sich kurz nach Börsenstart wieder leicht. Er lag gegen 15.55 Uhr noch um 3,8 Prozent im Minus auf 8366 Punkten. Der technologielastige Nasdaq notierte derweil um 3,9 Prozent tiefer auf 1542 Zählern.

Wie hoch das Minus in den USA ausfallen würde, war vor Eröffnung der US-Börsen unklar, da die Futures auf die wichtigsten Indizes nicht berechnet werden konnten. Wegen der Kursverluste in Höhe des maximal erlaubten Tagesminus konnten die Kontrakte nicht mehr weiter fallen und nur noch auf dem aktuellen Niveau oder höher gehandelt werden.

UBS-Aktie auf Allzeit-Tief

Die Aktienmärkte haben auf die Kursstürze in Asien mit panikartigen Ausverkäufen reagiert. In der Schweiz verlor der SMI über acht Prozent. Die UBS-Aktien stürzten auf ein Rekordtief von 14,60 Franken.

An der Schweizer Börse eröffnete der SMI bereits im tiefroten Bereich. Im Tagesverlauf verstärkten sich die Verluste. Der SMI fiel vorübergehend um 8,2 Prozent auf das Tagestief von 5411 Punkten. Obwohl die Wall Street in New York am Nachmittag mit schweren Verlusten eröffnete, ging es an der Schweizer Börse vorerst nicht noch weiter abwärts. Der SMI notierte am Nachmittag bei 5460 Punkten, 7,35 Prozent tiefer als am Vortag.

Alle 20 SMI-Titel knickten massiv ein und erreichten zum Teil Mehrjahrestiefs. Die UBS-Aktien stürzten vorübergehend um 11,5 Prozent auf den neuen absoluten Tiefstwert von 14,60 Franken ab. Credit Suisse brachen sogar um 15,7 Prozent ein. Am Nachmittag wurden Credit Suisse und UBS 14,5 beziehungsweise 7,9 Prozent tiefer bewertet. Julius Bär verloren 12,1 Prozent. Auch die Versicherungstitel gerieten arg unter die Räder. Der Zürich-Konzern verlor bis zum Nachmittag 11,0 Prozent, Swiss Life 8,4 Prozent, Baloise 7,6 Prozent und Swiss Re 6,3 Prozent.

Die ABB-Aktien, die bereits am Vortag für einen schwächeren Auftragseingang im dritten Quartal abgestraft worden waren, stürzten um bis zu weitere 17,2 Prozent ab und notierten am Nachmittag 8,8 Prozent tiefer als am Vortag. Schwer wogen auch die Verluste von Roche mit 7,1 Prozent, Novartis mit 6,5 Prozent und Nestle mit 5,2 Prozent. Mindestens sieben Prozent fielen auch Adecco, Richemont und Swatch.

Noch schlechter als dem SMI erging es anderen europäischen Börsen. In Frankfurt stürzte der Deutsche Aktienindex DAX zeitweise mehr als elf Prozent ab. Der DAX lag am Nachmittag nach leichter Erholung über neun Prozent unter dem Vortageswert und damit auf dem tiefsten Stand seit fast vier Jahren. Grösste Verlierer waren Continental mit mehr als 13 Prozent, Infineon mit fast 13 Prozent und Daimler mit fast zwölf Prozent. Der französische Index CAC40 gab bis zum frühen Nachmittag zehn Prozent ab, der FTSE 100 in London fast neun Prozent.

Japan war der Auslöser

Ausgelöst wurde das Beben an den Aktienmärkten in Asien. In Japan stürzte der Nikkei-Index um 9,6 Prozent ab und schloss erstmals seit Mai 2003 unter der 8000-Zähler-Marke, nämlich bei 7649 Punkten. Die Börse in Südkorea schloss erstmals seit mehr als drei Jahren unter 1000 Punkten. In Hongkong fiel der Hang Seng um 6,6 Prozent.

Marktbeobachter sprachen von sich breit machender Panik an den Aktienmärkten rund um die Welt. Vor allem schlechte Prognosen in den Quartalsbilanzen zahlreicher Unternehmen nährten weitere Rezessionsängste.

AP/pwy

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