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Dow Jones erholt sich – Hoffen auf AIG-Rettung

Nach dramatischen Einbrüchen am Vortag haben die US-Börsen heute deutlich zugelegt. Mit ein Grund dafür sind Hoffnungen auf eine Rettung des US-Versicherers AIG.

Hoffnung auf eine AIG-Rettung stimmt zuversichtlich: Der Dow Jones erholt sich.
Hoffnung auf eine AIG-Rettung stimmt zuversichtlich: Der Dow Jones erholt sich.

Zuvor hatte die US-Zentralbank Fed die Leitzinsen unverändert gelassen und Hoffnungen der Händler auf eine Zinssenkung enttäuscht. Die Leitindizes rutschten nach Bekanntgabe der Fed-Entscheidung jedoch nur kurzzeitig ins Minus und erholten sich anschliessend wieder.

Nach Börsenschluss legte Morgan Stanley überraschend Quartalszahlen vor und präsentierte dabei bessere Ergebnisse als erwartet. Prompt stiegen die Aktien der Investmentbank nachbörslich um rund neun Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,3 Prozent fester bei 11'059 Punkten. Dabei bewegte sich das Börsenbarometer zwischen 10'905 und 11'093 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,8 Prozent auf 1213 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 1,3 Prozent auf 2207 Punkte zu.

Meldung über mögliche AIG-Rettung

Zum Handelsauftakt gerieten vor allem die Papiere des Versicherers AIG unter Druck und verloren über zwei Drittel ihres Wertes. Alle drei grossen Ratingagenturen hatten ihre Einstufungen für die Verbindlichkeiten des bis vor kurzem noch weltgrössten Versicherers gesenkt.

Anschliessend reagierten Händler auf widersprüchlichen Gerüchte über eine mögliche Rettung von AIG mit Unterstützung der US- Regierung. Kurz vor Handelsschluss berichtete die Agentur Bloomberg, die US-Notenbank denke über ein Kreditpaket für AIG nach.

Das gab dem Markt am Ende zusätzlichen Auftrieb. AIG-Aktien schlossen 21 Prozent schwächer mit 3,75 Dollar. Im Verlauf hatten sie zwischen 1,25 Dollar und 5,10 Dollar gependelt.

Goldman Sachs verliert

Zu den Verlierern zählte auch Goldman Sachs, dessen Aktien 1,8 Prozent nachgaben. Die Investmentbank hatte im dritten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Der Gewinn habe netto nur 845 Millionen Dollar betragen, teilte die Firma mit.

Aus dem Technologiesektor gab es gegensätzliche Meldungen. Der weltweit zweitgrösste PC-Hersteller Dell warnte erneut vor einer weltweiten Abschwächung der Nachfrage im IT-Bereich. Seine Aktien verloren 11,2 Prozent.

Der PC-Zubehör-Hersteller Ingram Micro senkte seine Prognose für das dritte Quartal, die Aktien gaben 2,7 nach. PC-Branchenprimus Hewlett-Packard äusserte sich dagegen optimistisch, seine Papiere gewannen 6,8 Prozent.

Stock Exchange und Nasdaq

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,16 Milliarden Aktien den Besitzer. 1455 Werte legten zu, 1741 gaben nach und 48 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 3,22 Milliarden Aktien 1651 im Plus, 1200 im Minus und 99 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 32/32 auf 103-30/32 nach. Sie rentierten mit 3,525 Prozent. Die 30- jährigen Bonds verloren 38/32 auf 106-22/32 und hatten eine Rendite von 4,108 Prozent.

SDA/bru

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