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Dieser Drohne machen Crashs nichts aus

Sie ist klein, wendig, sicher und nur schwer zu zerstören: die Drohne des Lausanner Start-ups Flyability. Sie könnte bei Katastropheneinsätzen helfen.

Die Drohne des Lausanner Start-ups Flyability weckt hohe Erwartungen. Zum Einsatz kommen soll sie einerseits bei Katastrophen, um etwa Leute in zerstörten Häusern zu finden.

Anderseits interessiert sich die Industrie dafür, um beispielsweise Brücken oder andere schwer zugängliche Bauten zu inspizieren. An einer Art Weltmeisterschaft der «Guten Drohnen» in Dubai liess das Fluggerät mit Videokamera dieses Jahr 800 Mitbewerber hinter sich.

Flyability erhielt den stattlichen ersten Preis von einer Million Dollar. Damit kann das Jungunternehmen nun seine erste Produktion vorantreiben. Ende Jahr soll die kommerzielle Markteinführung erfolgen. Der Preis für die Pilotversion beträgt 20000 US-Dollar.

Überzeugt hat die Drohne namens Gimball unter anderem durch ihre Grösse und ihr Gewicht, die etwa einem Fussball entsprechen. Damit ist sie kleiner und leichter als die meisten Konkurrenzprodukte.

Ungefählich und vielfältig

Ausserdem haben ihr Kollisionen dank ihrer speziellen Konstruktion kaum etwas an: Das Fluggerät steckt in einem kugelförmigen Gitterkäfig. So kann Gimball bei Bedarf auch einfach über den Boden rollen und kommt an die unzugänglichsten Stellen heran.

Durch Kontrollalgorithmen lernt der Flugroboter zudem aus Kollisionen. Im Gegensatz zu Standarddrohnen ist Gimball überdies nicht gefährlich für Mensch und Tier: Der Gitterkäfig schützt vor dem Rotorenblatt.

Ins Leben gerufen wurde Flyability 2014 als Ableger der ETH Lausanne. Die beiden Gründer Adrien Briod und Patrick Thévoz können schon jetzt richtig durchstarten. Neben dem Wettbewerb in Dubai gewann Flyability dieses Jahr den Jungunternehmerpreis der W.-A.-de-Vigier-Stiftung sowie den Venture-Kick-Förderpreis von 130'000 Franken. Das Unternehmen zählt 14 Vollzeitangestellte.

www.flyability.com

Jeden Samstag stellen wir die Idee eines Schweizer Start-ups vor. Hier gehts zur Serie mit Videos zu den Unternehmen.

BZ/mjc

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