Diese Fernbusse fahren ab Sonntag in der Schweiz

Das erste Fernbus-Netz geht in Betrieb. Eurobus startet mit drei Linien und einer Kooperation mit Flixbus.

Ab auf die lange Strecke: Eurobus nimmt sein Fernbus-Netz in Betrieb.

Ab auf die lange Strecke: Eurobus nimmt sein Fernbus-Netz in Betrieb.

(Bild: Keystone)

In siebeneinhalb Stunden von St. Gallen nach Genf: Ab Sonntag ist diese Fahrt mit dem Bus möglich. Erstmals in der Schweiz starten Fernbus-Linien, die innerhalb des Landes verkehren. Betrieben werden die Busse vom Aargauer Anbieter Eurobus.

Eurobus hat den Anbieter Domo Swiss Express, der die Konzession für drei Linien vom Bundesamt für Verkehr (BAV) erhalten hatte, im April übernommen. Die Bewilligungen gingen damals auf Eurobus über.

Von Zürich nach Bern in 100 Minuten

Am Sonntag startet Eurobus mit dem Betrieb der folgenden drei Linien:

• St. Gallen – Flughafen Zürich – Zürich – Biel – Lausanne – Genf – Flughafen Genf • Chur – Horgen – Zürich – Bern – Vevey – Sion • Flughafen Zürich – Zürich – Flughafen Basel – Basel und von dort weiter nach Olten, Luzern, Bellinzona und Lugano.

Eine Fahrt von Zürich an den Basler Flughafen wird eine Stunde und 40 Minuten dauern, eine Fahrt von Basel nach Luzern zwei Stunden. Die Busse verkehren pro Richtung und Linie zweimal täglich jeweils morgens und abends. Letztere treffen jeweils zwischen 23 und 24 Uhr an ihrer Zieldestination ein.

Eine Fahrt von Zürich nach Bern wird zum Normalpreis 23 Franken kosten, Basel-Bellinzona 42 Franken und für die Fahrt von St. Gallen nach Genf werden 59 Franken berechnet. Weil Eurobus als Auflage des BAV das GA und Halbtax akzeptieren muss, fahren GA-Besitzer gratis.

Kooperation mit Flixbus

Die Fahrpläne sind auch auf der SBB-Website aufgeschaltet.Für den Vertrieb der Tickets setzt Eurobus auf eine Kooperation mit dem deutschen Fernbus-Riesen Flixbus. Eurobus könne auf dessen Vertriebssystem zurückgreifen, heisst es in einer Mitteilung. Dieses sei «richtungsweisend» und werde den Start erleichtern, wird Roger Müri, Leiter Fernbus bei Eurobus zitiert.

Damit werden die Linien von Eurobus ins Flixbus-Netz integriert. Darüber hinaus ist Flixbus aber nicht am Eurobus-Netz beteiligt. Die Busse werden rot-weiss gehalten und tragen den Namen des Anbieters Eurobus. Auch das Logo und der Name von Flixbus werden auf den Bussen aufgedruckt. Die Fernbus-Fahrten sind zudem auf der Flixbus-Seite buchbar.

Eurobus will sein Fernbus-Netz weiter ausbauen. Zu den drei bewilligten Linien sollen sieben weitere kommen. Diese sollen von Destinationen im Mittelland in Tourismusgebiete etwa im Berner Oberland führen. Das BAV hat die entsprechenden Gesuche noch nicht bewilligt. Flixbus hingegen verzichtet fürs Erste auf ein Gesuch für eigene Linien in der Schweiz, wie Geschäftsführer Fabian Stenger der «Handelszeitung» sagt.

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