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«Die Zuschläge sind nicht in Stein gemeisselt»

In ihrem ersten grossen Interview zeigt Jeannine Pilloud, die neue Chefin Personenverkehr der SBB, Verständnis für die Kritik an den neuen Zuschlägen für Schwarz- und Graufahrer.

«Von Rom aus gesehen, ist Como–Mailand absolute Peripherie. Mit unseren Anliegen sind wir in Italien weit hinten»: Jeannine Pilloud will beim Kauf des neuen Rollmaterials für den internationalen Verkehr nichts überstürzen.
«Von Rom aus gesehen, ist Como–Mailand absolute Peripherie. Mit unseren Anliegen sind wir in Italien weit hinten»: Jeannine Pilloud will beim Kauf des neuen Rollmaterials für den internationalen Verkehr nichts überstürzen.
Béatrice Devènes

Frau Pilloud, Sie kommen gerade von Ihrer ersten Sitzung mit dem Kundenbeirat der SBB. Wie hat er die Abschaffung des Billettverkaufs in den Zügen aufgenommen?

Mehrheitlich positiv. Erstens will man nicht, dass Leute dies systematisch ausnutzen, indem sie hoffen, nicht auf einen Zugbegleiter zu treffen. Zweitens geht die Mehrheit davon aus, dass man wie im Nahverkehr vor Reiseantritt ein Billett braucht. Über 95 Prozent der Kunden wissen gar nicht, dass man im Fernverkehrszug ein Billett lösen kann. Aber es gibt Stimmen, die es von der Kulanz abhängig machen. Der Kundenbeirat hat einige sehr gute Vorschläge gemacht, die wir in den nächsten Monaten anschauen, auch mit den Zugbegleitern.

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