Die Mobiliar wächst und wächst

Premiere bei der Mobiliar: Die Zahl der Versicherten ist auf über 2 Millionen gestiegen. Der Gewinn blieb 2017 stabil. Erneut gewährt die Berner Gruppe deshalb Prämienreduktionen.

Mobiliar-Chef Markus Hongler sieht die Versicherung trotz höherer Schadenbelastungen auf Kurs.

Mobiliar-Chef Markus Hongler sieht die Versicherung trotz höherer Schadenbelastungen auf Kurs. Bild: Raphael Moser

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Bereits jeder dritte Haushalt in der Schweiz ist bei der Mobiliar versichert. Auch bei Betriebs-, Mietkautions- und Risikolebensversicherungen ist das Berner Unternehmen die Nummer 1. Weiteres Wachstum scheint schwierig, trotzdem legte die genossenschaftlich verankerte Gruppe im Jahr 2017 wieder stärker zu als der Markt.

Mobiliar-Chef Markus Hongler zeigte sich am Dienstag bei der Bilanzpräsentation in Bern stolz darüber, dass die Zahl der versicherten Privat­personen und Unternehmen erstmals auf über 2 Millionen gestiegen ist.

Die Prämieneinnahmen wuchsen letztes Jahr um 4 Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Franken. Im Nicht-Leben-Geschäft konnte die Mobiliar satte zwei Drittel des gesamten Marktwachstums für sich gewinnen: Das Prämien­volumen bei Sach-, Haftpflicht-, Personen-, Rechtsschutz-, Motorfahrzeug- und Mietkautionsversicherungen stieg um 4,8 ­Prozent. Der Markt wuchs bloss um 0,9 Prozent. Im Leben-Geschäft erreichte die Mobiliar in einem leicht rückläufigen Markt ein Wachstum von 1,3 Prozent.

Expansion in Grossstädten

Hongler erklärte den Erfolg damit, dass die Mobiliar auf die Werte «menschlich, nah und verantwortungsvoll» setze. So überweise sie bei Elementarschäden wie vom 8. und 9. Juli in Zofingen AG nicht nur Geld, sondern stehe den Geschädigten mit tröstenden Worten sowie mit Rat und Tat zur Seite. Die Treue der Versicherten sei hoch, die Zahl der Kunden steige pro Jahr im Schnitt um etwa 35'000, sagte Hongler an der Medienkonferenz.

Im Gespräch nach der Präsentation verwies er punkto Erfolgsrezept auch auf das starke Wachstum in Zürich und im Genferseebogen. Die Präsenz in diesen urbanen Gebieten habe die Mobiliar erfolgreich ausgebaut, ohne sich aus ländlichen Regionen zurückzuziehen. So stieg die Zahl der Mitarbeitenden in den letzten drei Jahren – auch durch Firmenkäufe – um 533 auf 4992. Im Kanton Bern sind es inzwischen 2347 Mitarbeitende.

Geschäft mit Cyberschutz

Zum Wachstum tragen ferner neue Angebote bei. Neben der Expansion bei Mietkautionen propagiert die Mobiliar Erdbebenversicherungen und startete ins Geschäft mit Cyberschutz. Mit Versicherungen und Diensten zur Daten­rettung, bei Verletzung der Persönlichkeitsrechte im Internet, bei Kreditkartenmissbrauch oder gegen Ertragsausfälle wegen Cyberattacken traf sie offenbar einen Nerv. 2017 wurden bereits gegen 13'000 Cyberdeckungen abgeschlossen.

Zudem lockt das Unternehmen die Versicherten mit einer Beteiligung am Gewinn. Letztes Jahr erhielten alle Kunden mit einer Haushalt- und Gebäudeversicherung eine Prämienreduktion von 20 Prozent. Ab Mitte 2018 reduziert die Mobiliar nun für ein Jahr die Prämienrechnungen der Fahrzeugversicherungen und der Betriebsversicherung für KMU um 10 Prozent. Das macht 160 Millionen Franken aus. Dies nach einem Gewinn von 440,5 Millionen Franken im Jahr 2017.

Zum Vorjahr ist das trotz des starken Prämienwachstums nur eine Million Franken mehr. Die Mobiliar begründet dies mit dem tieferen ­Finanzergebnis und der höheren Schadenbelastung. Allein die Überschwemmungs- und Hagelschäden in Zofingen kosteten 27 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte die Mobiliar dafür ausserordentlich 71,7 Millionen Franken in die Pensionskassen gesteckt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.04.2018, 11:11 Uhr

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