Die grosse Wette von Sergio Ermotti geht noch nicht auf

Die Bank hat eine riesige Abteilung für die Vermögensverwaltung geschaffen – sie hat einen schwierigen Start.

Jorgos Brouzos@jorgosbrouzos

Fast überall geht es bei der UBS aufwärts, nur bei einem Wert steht die Bank schlechter da. Das US-Vermögensverwaltungsgeschäft verliert Kundengelder. Der Start der gemeinsam von Tom Naratil und Martin Blessing geleiteten Super-Einheit ist daher nicht geglückt. Ich bin darüber nicht glücklich, sagte UBS-Chef Sergio Ermotti. Aber er erwähnte auch, dass es besser sei Gelder zu verlieren, als unprofitable Kundenvermögen zu verwalten.

Für die UBS ist das Vermögensverwaltungsgeschäft der wichtigste Geschäftsbereich. Die neue Sparte, bestehend aus dem internationalen und dem US-Vermögensverwaltungsgeschäft, ist daher für den Erfolg der Grossbank entscheidend. Sie ist zwar nicht so profitabel, wie das Geschäft in der Schweiz, trägt aber am meisten zum Gewinn der Grossbank bei.

Die US-Kunden haben das Geld für Steuerzahlungen gebraucht, so die Erklärung der UBS. 4,6 Milliarden Dollar gingen so von der Bank weg. Zudem ist ein eher unprofitabler Grosskunde mit verwalteten Vermögen im Umfang von 4,4 Milliarden Dollar verloren gegangen. Ohne diese Sondereffekte wäre das Wachstum höher gewesen als im letzten Jahr, heisst es bei der UBS. Zudem ist das Vermögensverwaltungsgeschäft der Bank zuletzt deutlich profitabler geworden. Mehr als ein Ausrutscher ist der Dämpfer in den USA daher nicht.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt