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Die Brio-Bahn wird deutsch

Ravensburger kauft den schwedischen Holzspielzeug-Hersteller Brio. Damit dürfte der Spielehersteller seinen Aufwärtstrend beibehalten.

Für Ravensburger und Brio dürfte es weiter aufwärts gehen: Ein Zug von Brio vor dem Ravensburger Logo. (8. Januar 2015)
Für Ravensburger und Brio dürfte es weiter aufwärts gehen: Ein Zug von Brio vor dem Ravensburger Logo. (8. Januar 2015)
Keystone

Mit Hilfe der Übernahme wolle die Firma stärker im Ausland wachsen, erklärte Ravensburger-Chef Karsten Schmidt in einer Mitteilung. Zudem wolle Ravensburger vom Spieleanbieter ins Spielwarengeschäft expandieren. Brio ist mit 130 Jahren fast genauso alt wie Ravensburger. Während die Deutschen sich allerdings bislang auf Puzzles, Spiele sowie Kinder- und Jugendbücher spezialisiert haben, konzentriert sich Brio auf Holzspielzeug. Neben den Holzeisenbahnen, die in vielen Kinderzimmern zu finden sind, stellt Brio unter anderem Nachzieh-Dackel und Bauklötze her.

Wie viel Ravensburger sich die Traditionseisenbahnen hat kosten lassen, wurde nicht bekanntgegeben. Brio machte mit seinen 80 Mitarbeitern zuletzt 38 Millionen Euro Umsatz. Ravensburger brachte es 2013 auf rund 360 Millionen Euro Umsatz.

Engpass wegen neuer Strategie

Brio gehört seit mehr als zehn Jahren in der Mehrheit dem schwedischen Investor Proventus. Vor einigen Jahren kämpfte das Unternehmen nach Absatzproblemen mit einem Liquiditätsengpass. Schuld war eine neue Sortiments- und Produktstrategie, die Investor Proventus Brio verordnet hatte. 2013 trennte sich Brio vom Geschäft mit Kinderwagen und Kinderautositzen. Inzwischen ist wieder die Rede von profitablem Wachstum. Gewinnzahlen veröffentlicht Brio nicht.

Die gesamte Spielwarenbranche entwickelte sich zuletzt verhalten. Ravensburger schaffte es zuletzt besonders mit elektronischen Produktneuheiten, seine Umsätze deutlich stärker als der Markt zu steigern. Dazu gehört die Serie Tiptoi, mit einem elektronischen Stift sowie interaktiven Büchern und Spielen.

Ravensburger-Chef Schmidt machte aber im vergangenen Jahr auf der Spielwaren-Messe in Nürnberg klar, dass sein Unternehmen nach wie vor an traditionellem Spielzeug festhält. «Wir bewahren das Alte und pflegen es, aber die Zuwächse kommen immer durch neue Wege und Innovation», sagte er.

(SDA)

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