Zum Hauptinhalt springen

Deutsche Behörde prüft weitere Steuer-CD aus der Schweiz

Ein Mitarbeiter einer Schweizer Bank hat laut «10vor10» der Steuerverwaltung in Nordrhein-Westfalen eine neue CD mit Steuerdaten zugespielt. Zurzeit untersucht die Behörde, ob die Daten echt sind.

Und wieder ist eine neue CD mit Steuerdaten von Kunden einer Schweizer Bank aufgetaucht. In Nordrhein-Westfalen ist den Behörden eine neue Daten-CD mit Kunden einer Schweizer Bank überreicht worden. Gegenwärtig prüfen die Steuerbehörden die Echtheit der Daten. Darüber berichtet die Sendung «10vor10» in ihrer heutigen Ausgabe.

Angeboten wurde die Daten-CD vom pensionierten deutschen Steuerfahnder Reinhard Kilmer. Dieser sagt, er wisse seit Anfang Oktober von der CD und habe Kontakte zu den Behörden geknüpft. Offenbar kommt die CD von einem Angestellten einer Schweizer Bank. Da er nicht wusste, an wen er sich wenden konnte, suchte er den Kontakt zum ehemaligen Fahnder, den er bereits von mehreren Fernsehinterviews kannte.

Bereitschaft zum CD-Kauf ist da

«In einem solchen Fall prüfen die Behörden, ob die Daten echt und aktuell sind», sagt Reinhard Kilmer gegenüber der Sendung «10vor10». Manchmal kommt es vor, dass solche Daten-Diebe im Vorfeld deutsche Steuersünder zu erpressen versuchen. «In einem solchen Fall würden die deutschen Finanzbehörden die CD nicht kaufen», sagt Kilmer.

Der Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Norbert Walter-Borjans, sagt in der Sendung, dass er auch künftig solche CDs mit gestohlenen Bankdaten kaufen wird. Dies, weil er mit dem ausgehandelten Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz nicht einverstanden ist. Dass darin Steuerhinterzieher mit einer General-Amnestie davon kommen, will er nicht hinnehmen.

Geheim-Treffen zum Steuerdeal

«Ich hätte lieber ein vernünftiges Abkommen und müsste mich nicht auf Steuer-CDs berufen», sagt Walter-Borjans. «Aber wenn es nicht anders geht, müssen wir diesen Weg beschreiten.»

Wie «10vor10» erfahren haben will, hat der deutsche Finanzminister, Wolfgang Schäuble, am kommenden Donnerstag die Gegner des Steuerabkommens mit der Schweiz zu einem Geheim-Treffen eingeladen. Dort will der Minister klären, ob das Abkommen nachgebessert werden muss.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch