Der Verlust von Orascom hat sich fast verfünffacht

Samih Sawiris' Bau- und Hotelkonzern ist schlecht ins neue Jahr gestartet. Der Verlust des Unternehmens wuchs im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich. Die Börse reagierte sofort.

Auch der Umsatz der Orascom ging zurück: Baustelle des Alp Resorts in Andermatt. (Archivbild)

Auch der Umsatz der Orascom ging zurück: Baustelle des Alp Resorts in Andermatt. (Archivbild)

(Bild: Keystone)

Die Aktien des Bau- und Hotelkonzerns Orascom sind mit Verlusten in den Handel gestartet. Das Unternehmen von Investor Samih Sawiris hatte mit den Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten verfehlt. Die Orascom-Aktien verlieren bis 10:15 Uhr 1,4 Prozent an Wert. Der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) steht derweil um 0,8 Prozent im Plus.

Orascom habe mit den Quartalsergebnissen seine Erwartungen verfehlt, schreibt ein Analyst der UBS. Während die Hotel-Division sich etwa im Rahmen seiner Prognosen entwickelt habe, sei der Bereich Bau und Immobilien deutlich schwächer ausgefallen.

Auch die ZKB sieht das Ergebnis als schwach. Bei den Hotels scheine es nun immerhin eine Stabilisierung auf tiefem Niveau zu geben. Bei Orascom bleibe aber sehr vieles im Umbruch, so dass man als Aktionär viel Geduld brauche, so der zuständige Analyst.

19 Millionen Franken im Minus

Orascom kommt auch im Startquartal 2013 nicht aus den roten Zahlen. Das Minus belief sich auf 19,1 Millionen Franken. Damit weitete der Konzern von Investor Samih Sawiris den Verlust von 4 Millionen Franken vom Vorjahresquartal deutlich aus.

Das schlechte Resultat sei unter anderem auch auf Wechselkurseffekte zurückzuführen, teilte Orascom mit. Der Bruttogewinn liegt mit 2,8 Millionen Franken um 63,1 Prozent unter dem Vorjahr.

Programm zur Kostensenkung

Auch der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal. Insgesamt erwirtschaftete Orascom mit seinen Hotels sowie dem Immobilien- und Bausegment 57,9 Millionen Franken und damit 7,8 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten 2012.

Der Rückgang sei hauptsächlich auf weniger verkaufte und ausgelieferte Immobilieneinheiten in Oman und Ägypten zurückzuführen, schreibt Orascom.

Nun hat Orascom ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm gestartet. Der Konzern will in den nächsten 2 bis 3 Jahren 40 bis 45 Millionen Franken sparen.

kpn/sda

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