Zum Hauptinhalt springen

«Der Einkaufstourismus nimmt zwar weiter zu ...»

Migros-Boss Herbert Bolliger sagt in Zürich, wie der Grossverteiler mit dem Frankenschock umgeht.

Die Folgen des Einkauftourismus seien aber auf alle Fälle nicht mehr so gravierend wie 2011: Migros-Chef Herbert Bolliger am Dienstag an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. (31. März 2015)
Die Folgen des Einkauftourismus seien aber auf alle Fälle nicht mehr so gravierend wie 2011: Migros-Chef Herbert Bolliger am Dienstag an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. (31. März 2015)
Keystone

Aus heutiger Sicht werde der tiefe Euro-Wechselkurs nur einen moderaten Einfluss auf die Umsätze der Migros haben, sagte Migros-Präsident Herbert Bolliger am Dienstag. Natürlich seien gewisse regionale Migros-Genossenschaften etwa jene in Genf, Basel oder im Tessin stärker von den Auswirkungen des erstarkten Franken betroffen. Die Folgen des Einkauftourismus seien aber auf alle Fälle nicht mehr so gravierend wie 2011.

«Der Einkaufstourismus nimmt zwar weiter zu, langsam pendelt er sich aber auf einem gewissen Niveau ein, sagte der Genossenschaftsbund-Präsident an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich.

Nachdem die Preise für Importartikel rasch gesenkt worden seien, sei das Thema Frankenstärke für das Detailhandelssegment vorerst abgeschlossen. Anders liege der Fall bei der Migros-Industrie, die auch Abnehmer im Ausland beliefert und bei diesen nicht einfach die Preise erhöhen kann.

Dort sei der starke Franken weiterhin ein Thema und die Verhandlungen mit Kunden weiterhin im Gang, sagte Bolliger. Dank eines rasch aufgegleisten Massnahmenprogramms gehe das Unternehmen aber davon aus, dass die Resultate auf bisherigem Niveau bleiben.

Wachstum von unter 1 Prozent

Im genossenschaftlichen Detailhandel rechnet das Migros-Management 2015 mit einem Wachstum von unter 1 Prozent. Die Ziele sind aufgrund der Aufhebung des Euro-Mindestkurses revidiert worden und basieren auf dem tieferen Preisniveau. Ursprünglich war die Migros laut Bolliger von einem Plus von 1,6 bis 1,7 Prozent ausgegangen.

Für die ganze Migros-Gruppe dürfte der Umsatz um 4 bis 5 Prozent ansteigen. Das hängt aber auch mit den 2015 erstmals in der Rechnung auftauchenden Unternehmen wie dem Elektronikverkäufer Digitec und dem Eierproduzenten Lüchinger Schmid zusammen.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch