Degen betreibt Liotard-Vogt

Der Investor Patrick Liotard-Vogt hat seine Zelte in der Schweiz abgebrochen und lebt nun in der Karibik. Zurück lässt er Betreibungen in Millionenhöhe. Einer der Gläubiger ist der Fussballer David Degen.

Verärgert seine Geschäftspartner: Der Investor Liotard-Vogt.

Verärgert seine Geschäftspartner: Der Investor Liotard-Vogt.

(Bild: Keystone)

Patrick Liotard-Vogt versucht sein Glück zurzeit in der Karibik. Das Einwohneramt im zürcherischen Stäfa bestätigt seine Abmeldung. Liotard lebt nun auf St. Kitts, einer kleinen Insel zwischen der Dominikanischen Republik und Venezuela. Dort investiert er sein Geld in eine Ferienanlage für Reiche.

In der Schweiz hinterlässt der Unternehmer Betreibungen in Millionenhöhe. Dies schreibt die «Handelszeitung» mit Verweis auf Liotards Betreibungsauszug. Der bekannteste der drei Gläubiger ist der Fussballspieler David Degen. Der Profispieler des FC Basel betreibt Liotard über 1,5 Millionen Franken.

Wie das Nachrichtenportal «Watson» schreibt, sass Degen zusammen mit seinem Bruder Philipp im Verwaltungsrat einer Firma von Liotard-Vogt, die als Geschäftszweck Immobilieninvestments ins Handelsregister eintragen liess. Die Betreibung sei von David Degen bereits eingeleitet worden. Gegen die anderen Betreibungen habe Liotard-Vogt Rechtsvorschlag eingelegt.

Weiter fordert die Kreditkartenorganisation Diners Club Schweiz über 1,15 Millionen vom Unternehmer. Und JCR ASW Holdings, die Muttergesellschaft von A Small World, die Liotard vor einiger Zeit erworben hat, verlangt gemäss dem Auszug 1,6 Millionen.

Vom Wegzug Liotards weiss man bei Diners Club Schweiz nichts. Liotard habe ihm gegenüber gesagt, er sei im Ausland und würde demnächst wieder in Europa sein, sagt Diners-Club-Chef Anthony Helbling. Bei Diners Club ist Liotard mit 18 Prozent engagiert, zudem sitzt er als einer von drei Personen im Verwaltungsrat.

Zu den Betreibungen äussert sich Helbling nicht. «Wir nehmen in Verbindung zu Teilhabern, Verwaltungsratsmitgliedern, Mitarbeitern und Kartenhaltern keine Stellung», teilt er der Zeitung schriftlich mit.

wid

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