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Datenklau bei der Hyposwiss kommt vor Bundesgericht

Die Anklage ficht das Urteil gegen den Datendieb an, weil er besser wegkommt als Täter bei anderen Banken.

Die Hyposwiss Privatbank AG im Apollo-Haus des Architekten Theo Hotz in Zürich (25.10.2011).
Die Hyposwiss Privatbank AG im Apollo-Haus des Architekten Theo Hotz in Zürich (25.10.2011).
Dominique Meienberg

Gibt es einen Unterschied zwischen dem Datenklau bei einer kleinen Privatbank wie der Hyposwiss und einem bei einer Grossbank wie der Credit Suisse? Ja, sagt das Bundesstrafgericht. Bei der Hypo­swiss handle es sich «um eine relativ kleine Privatbank, von der nicht gesagt werden kann, dass ihr Name international eng mit dem Ruf der Schweizer Banken verknüpft sei», heisst es im schriftlichen Urteil des Gerichts, das gestern veröffentlicht wurde. Daher habe der Datendiebstahl bei der ehemaligen ­Tochter der St. Galler Kantonalbank weder das Vertrauen in den Schweizer Finanzplatz noch die wirtschaftlichen Gesamtinteressen der Schweiz «in bedeutendem Ausmass» gefährdet. Folgerichtig handle es sich nicht um einen schweren Fall des wirtschaftlichen Nachrichtendienstes.

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