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«Das war eine historisch einzigartige Phase»

Schweizer Multis spielen in der Weltliga, Lafarge-Holcim lässt grüssen. Wie erklärt sich die grosse Zahl von globalen Branchenführern in einem so kleinen Land? Dazu Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann.

Erfolgsgeheimnis Transformation: 1991 betrieb die Ciba-Geigy in Basel noch selbst Gentechnologie...
Erfolgsgeheimnis Transformation: 1991 betrieb die Ciba-Geigy in Basel noch selbst Gentechnologie...
Keystone
... 1996 fusionierte die Firma mit dem Schweizer Konkurrenten Sandoz. So entstand der heutige Pharmariese Novartis.
... 1996 fusionierte die Firma mit dem Schweizer Konkurrenten Sandoz. So entstand der heutige Pharmariese Novartis.
Keystone
Vor fast 150 Jahren von Henri Nestlé gegründet, einem Apotheker mit deutschen Wurzeln: Der Milliardenkonzern Nestlé.
Vor fast 150 Jahren von Henri Nestlé gegründet, einem Apotheker mit deutschen Wurzeln: Der Milliardenkonzern Nestlé.
Keystone
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Eine gute Hand voll Schweizer Firmen gehören in ihren Branchen zu den europäischen oder weltweiten Marktführern. Wie schafft es ein so kleines Land, so viele tonangebende Unternehmen hervorzubringen? Um das zu verstehen, muss man in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückblicken. Die Schweiz war damals eines der ersten Länder, in denen die Industrialisierung einsetzte. Zu dieser Zeit wurde ein Grossteil der Firmen gegründet, die heute so erfolgreich sind – Sandoz und Ciba-Geigy, aus denen die heutige Novartis hervorging, die ABB, die auf den Erfolg der BBC in Baden aufbaute, Sulzer oder Nestlé. Der kleine Schweizer Binnenmarkt hat diese Unternehmen von Anfang an dazu gezwungen, exportorientiert zu denken und zu handeln. Deshalb haben sie sich früher als Konkurrenten aus anderen Ländern auf dem internationalen Markt etabliert. Diesen Vorsprung haben sie in den folgenden Jahrzehnten zu ihrem Vorteil genutzt.

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