Das Smartphone als Diagnose-Gerät

Das Waadtländer Start-up Qloudlab hat eine Technologie entwickelt, die das Smartphone in ein Diagnosegerät verwandelt.

Mirjam Comtesse

Die Idee ist naheliegend, aber nicht ganz einfach umzusetzen: Das Smartphone, das man fast ständig auf sich trägt, soll auch als medizinisches Gerät dienen. Qloudlab, der Ableger der ETH Lausanne, macht genau dies möglich. Es hat ein Testgerät entwickelt, das, verbunden mit dem eigenen Smartphone, verschiedene Diagnosen stellen kann – basierend auf Blut-, Speichel-, Urin- oder Hautproben.

Das Gerät leitet den Anwender dabei Schritt für Schritt an und zeigt das Ergebnis am Ende auf dem Handybildschirm an. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Prozedur ist schnell, günstig, und vor allem kann der Patient den Test selbstständig durchführen, wann und wo er will. Bei Bedarf kann er das Resultat sogar direkt seinem Arzt senden. «Diese Lösung eignet sich auch bestens für Mediziner, die ihre Patienten unter Zeitdruck testen müssen», sagt Arthur Queval, CEO von Qloudlab.

Mehrere Auszeichnungen

Der Ingenieur für Mikrotechnik und Biotechnologie hat Qloudlab zusammen mit seinem Kollegen Maxime Ettori im Jahr 2013 gegründet. Das Start-up erhielt für seine Idee bereits eine Reihe von Auszeichnungen, darunter einen Venture-Kick-Förderpreis von 130'000 Franken.

Das erste Testmodul, das den Cholesterinspiegel im Blut misst, soll nächstes Jahr auf den Markt kommen. Laut Qloudlab leiden weltweit 25 Millionen Menschen unter einem zu hohen Cholesterinspiegel, der das Herzinfarktrisiko um 20 Prozent erhöhe.

www.qloudlab.com

Berner Zeitung

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