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Das lange Warten auf den A400M

Die Fertigstellung des Militärtransporters A400M verzögert sich weiter. Für den Hersteller Airbus wird das 20 Milliarden teure Projekt zunehmend zum Problem.

Kämpft mit Problemen: Ein Prototyp des A400M an der diesjährigen Luftfahrtmesse im britischen Hampshire.
Kämpft mit Problemen: Ein Prototyp des A400M an der diesjährigen Luftfahrtmesse im britischen Hampshire.
Keystone

Der Militärtransporter A400M des Flugzeugbauers Airbus soll nach Presseinformation erst 2018 voll einsetzbar sein. Die Auslieferung einer stark reduzierten Basisversion des A400M solle in Frankreich 2013 und in Deutschland 2014 beginnen, berichtete die «Financial Times Deutschland» unter Berufung auf ihr vorliegende Unterlagen für den Verteidigungsausschuss des Bundestags.

Diese Basisversion mit geringerem technischen Standard werde demnach anschliessend bis Dezember 2018 auf Kosten von Airbus hochgerüstet. Ursprünglich sollte der A400M bereits 2010 voll einsetzbar sein. Die Bundeswehr hat ihre Bestellung von ursprünglich 60 auf 53 Maschinen reduziert.

Für Airbus werde das 20 Milliarden teure Projekt zunehmend zum Problem, schreibt die «FTD». Zwar verzichteten die Abnehmerstaaten über Strafzahlungen, doch könnten sie einen Teil des Kaufpreises einbehalten, bis die Flugzeuge auf den endgültigen Stand hochgerüstet sind.

Staatliches Darlehen für Airbus

Airbus einigte sich am Freitag mit den Abnehmern über die Finanzierung der für die Produktion der insgesamt 170 Flugzeuge anfallenden Mehrkosten von 3,5 Milliarden Euro. Demnach gewähren die Staaten dem Flugzeugbauer ein Darlehen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro, das an den Exporterfolg des A400M gekoppelt ist. Experten gehen laut «FTD» inzwischen davon aus, dass nur 280 statt ursprünglich bis zu 500 Flugzeuge in den Export gehen werden.

AFP/jak

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