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CS streicht Boni für Investmentbanker um mehr als die Hälfte

Die Credit Suisse setzt bei den Salären der Investmentbanker den Rotstift an: Sie streicht deren Boni nach den Milliardenverlusten im Herbst um 55 Prozent.

Im Dezember kündigte die Credit Suisse völlig überraschend an, einen guten Teil der Boni für die Investmentbanker statt in Aktien, in Schrottpapieren auszuzahlen. Nun folgt für die Angestellten eine weitere Hiobsbotschaft: So plant das Finanzunternehmen laut der Nachrichtenagentur Bloomberg, die Boni für Investmentbanker um 55 Prozent zu kürzen. Die Reduktion erfolge, nachdem die Grossbank im Investmentbanking 13.6 Milliarden Dollar abschreiben musste. CS-Sprecher Marc Dosch kommentierte die Meldung nicht. Die Credit Suisse hatte indessen bereits im Herbst angekündigt, dass die Boni insbesondere im Investmentbanking deutlich zurückgehen werden. Bloomberg stützt sich in seinem Bericht auf zwei gut unterrichtete anonyme Quellen.

Die CS hatte letztes Jahr bekannt gegeben, dass CEO Brady Dougan, Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz und Paul Calello, Chef des Investmentbanking-Bereichs, auf ihre Boni für das Jahr 2008 verzichten. Dies nachdem die Bank allein in den Monaten Oktober und November etwa 3 Milliarden Franken Verlust geschrieben hatte. Die Nummer 2 auf dem Finanzplatz Schweiz kündigte damals an, dass sie ihren Investmentbankern als Boni illiquide kommerzielle Hypotheken und Unternehmensanleihen im Wert von 5 Milliarden Dollar auszahlen will. Dazu würden Schrottpapiere in ein Investmentvehikel ausgelagert und so die Bilanz von dieser Last befreit. Die Credit Suisse beschäftigt 21'300 Mitarbeiter im Investmentbanking.

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