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BP-Chef verhandelt sein Abgangspaket

Ein Sprecher der US-Regierung bestätigte, dass der umstrittene Tony Hayward seinen Posten räumt. Derzeit feilschen er und der Verwaltungsrat um die letzten Details des Rücktritts.

Ein PR-Desaster nach dem anderen: BP-Chef Tony Hayward hatte bei der Krisenbewältigung kein glückliches Händchen. Nun wird Amerikachef Bob Dudley (hinten) wohl sein Nachfolger.
Ein PR-Desaster nach dem anderen: BP-Chef Tony Hayward hatte bei der Krisenbewältigung kein glückliches Händchen. Nun wird Amerikachef Bob Dudley (hinten) wohl sein Nachfolger.
Reuters

Eine Erklärung Tony Haywards sollte innert 24 Stunden folgen, hiess es heute Morgen bei der britischen BBC unter Berufung auf «Unternehmenskreise». BP-Sprecher Toby Odone wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren: «Hayward hat weiterhin das Vertrauen des Verwaltungsartes», sagte er. Ein amerikanischer Regierungsbeamter hat den Rückzug des umstrittenen BP-Chefs jedoch ebenfalls bestätigt. Der Ausstieg des Konzernchefs werde frühestens am Montag bekanntgegeben, sagte der hochrangige Regierungsbeamte, der anonym bleiben wollte, am Sonntag. Ein führender Mitarbeiter des Ölkonzerns habe ihn Ende der vergangenen Woche über den Schritt informiert.

Am Montag trifft sich gemäss BBC der BP-Verwaltungsrat, um die Personalie zu beraten. Das Gremium werde Haywards Entscheid absegnen, sagte Odone weiter, ohne konkreter zu werden. Gemäss einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters geht es dabei nur noch um den Zeitpunkt von Haywards Rücktritt. Wie die BBC berichtete, werde derzeit noch um die Abgangsdetails gefeilscht. Hayward war 28 Jahre im Dienste BPs. Nachfolger soll gemäss der BBC der derzeitige Amerikachef Bob Dudley werden.

Bob Dudley als Nachfolger?

Der 53-Jährige war wegen seines Krisenmanagements bei der Ölpest im Golf von Mexiko öffentlich scharf kritisiert worden. Die BBC nannte bereits Bob Dudley als Haywards Nachfolger. Dudley hatte von Hayward das Krisenmanagement für die Ölkatastrophe übernommen.

Am Dienstag präsentiert der Konzern die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2010. Analysten erwarten, dass BP trotz der Ölpest einen Gewinn von 10 Mrd. Dollar erwirtschaftet hat. Die Ölpest kostete BP nach eigenen Angaben bis Mitte Juli 3,5 Mrd. Dollar.

(SDA)

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