BKW vergrössert Wassergeschäft mit Zukauf

Der Berner Energie- und Dienstleistungskonzern BKW baut das Geschäftsfeld Wasser aus: Die BKW-Tochter Arnold übernimmt die Hinni AG.

Die BKW führt ihren Unternehmens-Grosseinkauf fort und übernimmt die Hinni AG aus dem Baselbiet.

Die BKW führt ihren Unternehmens-Grosseinkauf fort und übernimmt die Hinni AG aus dem Baselbiet.

(Bild: zvg)

Der Berner Energie- und Dienstleistungskonzern BKW baut sein jüngstes Geschäftsfeld Wasser aus. Mit der Übernahme der Hinni AG stärkt die BKW-Tochter Arnold neben dem Abwasserbereich nun auch das Segment Trink- und Löschwasser.

Hinni sei die im Bereich Siedlungswasser landesweit führende Dienstleisterin, schreibt die BKW in einer Mitteilung vom Montag. Hinni bietet Wartungs- und Revisionsarbeiten für Hydranten an und produziert und vertreibt selbst Hydranten. Zudem verfügt die in Biel-Benken BL ansässige Firma über ein System zur Online-Überwachung von Wassernetzen.

Mit dem Zukauf wird das Segment Wasser zum zweitgrössten Standbein der BKW-Tochter Arnold nach der Energie, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda bekannt gab.

Wichtiges Wassergeschäft

Das Wassergeschäft steuert neu einen Viertel des Umsatzes bei. Arnold als Dienstleisterin in der Stromversorgung, Telekommunikation und Verkehrsinfrastruktur war Anfang 2016 mit zwei Übernahmen in das Geschäftsfeld Wasser eingestiegen.

Es sei ein sehr wichtiger Bereich, weil es hier in der Schweiz einen grossen Bedarf im Bereich Sanierung, Instandhaltung und Unterhalt gebe, sagte der Sprecher. BKW und Arnold wollten in diesem Feld sowohl aus eigener Kraft als auch mit weiteren Zukäufen wachsen. Die jüngste Akquisition markiere einen wichtigen Schritt für das weitere Wachstum.

Hinni setzt mit insgesamt 125 Mitarbeitenden über 25 Millionen Franken jährlich um. Das Unternehmen wird auch künftig von der bisherigen Geschäftsleitung weitergeführt. Für die Mitarbeitenden ändert sich den Angaben zufolge nichts. Durch die neue Muttergesellschaft BKW erhält das Unternehmen aber Zugang zu einer grösseren Kundschaft.

Die BKW wiederum kann mit ihrer neuesten Übernahme nun die gesamte Wertschöpfungskette entlang der Siedlungswirtschaft abdecken: Engineering, Produktion, Lieferung und Installation der Anlagen bis zu deren Instandhaltung und Betrieb.

Angesichts des Preisverfalls an den europäischen Strommärkten will die BKW profitablere Ertragsquellen ausbauen. Sie kauft deshalb seit Monaten im Bereich der Dienstleistungen kräftig zu.

flo/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt