BKW schliesst Zürcher Tochterfirma

Nach zahlreichen Übernahmen setzt der Berner Energiekonzern den Rotstift an: Die BKW macht das Ingenieurbüro Iwag zu.

Werner Sturm, Chef der BKW Infra Services.

Werner Sturm, Chef der BKW Infra Services.

(Bild: PD)

Julian Witschi

Bislang hat die BKW bei ihrer Expansion im Dienstleistungsgeschäft die vielen übernommenen Firmen möglichst ohne Veränderungen bei Leitung, Mitarbeitenden, Standorten und Markenauftritt weitergeführt. Davon ist der Energiekonzern nun abgerückt. Drei Jahre nach der Übernahme schliesst er das Zürcher Ingenieurbüro Iwag.

Die auf Wasserinfrastrukturen spezialisierte Iwag ist von der in Olten ansässigen BKW-Tochter Frey + Gnehm Ingenieure übernommen worden. Der Standort in Zürich wird geschlossen, wie aus einem Schreiben an die Kunden hervorgeht. Sieben Iwag-Mitarbeitende sind davon betroffen. Alle hätten ein Angebot für eine Anstellung bei Frey + Gnehm in Olten erhalten, heisst es bei der BKW. Nach Informationen dieser Zeitung haben aber fünf Betroffene inzwischen gekündigt.

Frey + Gnehm beschäftigt rund 20 Mitarbeitende und ist als Generalplaner in den Bereichen Siedlungswasserwirtschaft, Tief- und Strassenbau sowie Raumplanung und Umweltschutz tätig. Die Iwag war 1989 aus dem Ingenieurbüro A. W. Schmid + Partner hervorgegangen. 2016 übernahm die BKW die Firma, die jährlich rund 2 Millionen Franken erwirtschaftete.

Neuer Name für Arnold

Es ist das Ziel von BKW-Chefin Suzanne Thoma, den Stromkonzern zu einem der führenden Energie- und Infrastrukturdienstleister der Schweiz zu vergrössern. Hier setzt sie zunehmend auf die Marke BKW: So treten die Tochtergesellschaften der Arnold-Gruppe neu einheitlich als BKW Infra Services auf. Ihr Chef ist weiterhin Werner Sturm.

Diese Markenharmonisierung habe weder einen Abbau bei den Mitarbeitenden noch Änderungen bei Standorten zur Folge, sagte BKW-Sprecherin Sabrina Schellenberg. Es gehe um einen einheitlichen Auftritt und darum, dass erkannt werde, dass die Unternehmen zur BKW-Gruppe gehören. Zur Arnold-Gruppe zählen diverse Unternehmen mit total rund 1000 Mitarbeitenden und 30 Standorten. Sie sind Netzdienstleister in den Bereichen Energie, Telecom, Verkehr und Wasser.

Berner Zeitung

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