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Bei Orell Füssli werden die Banknoten zur Chefsache

Die neuen Banknoten sind noch immer nicht im Umlauf, der Ertrag brach letztes Jahr ein: Im Notendruck von Orell Füssli läuft es alles andere als rund. Nun übernimmt Konzernchef Michel Kunz persönlich.

Für die neuen Banknoten verzögern sich gewisse Vorprodukte: Sitz von Orell Füssli in Zürich.
Für die neuen Banknoten verzögern sich gewisse Vorprodukte: Sitz von Orell Füssli in Zürich.
Keystone

Bei Orell Füssli übernimmt Konzernchef Michel Kunz die Leitung der mit Problemen kämpfenden Division Sicherheitsdruck. Nach über vier Jahren als Verantwortlicher der Division und Mitglied der Geschäftsleitung verlässt Anton Gasteiger das Unternehmen.

Kunz war im vergangenen Winter vom Verwaltungsrat bereits zum Leiter eines Ausschusses wegen der Probleme der Sicherheitsdruckerei ernannt worden. Mit der Übernahme der Divisionsleitung durch Kunz solle die Kontinuität in wichtigen laufenden Projekten sichergestellt werden, teilte die Industrie- und Handelsgruppe mit.

Einbruch beim Betriebsergebnis

Er trage bis auf weiteres die volle Verantwortung für die Division, «wir suchen keinen Nachfolger», sagte Kunz auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Inwiefern der Führungswechsel mit der Entwicklung der Sparte zusammenhängt, wollte er nicht kommentieren. Die Halbjahresergebnisse werden Mitte August publiziert.

2012 ist das Betriebsergebnis des Geschäftszweigs Sicherheitsdruck von 12,3 Millionen Franken auf 2,6 Millionen gesunken. Kosten wegen Projektverzögerungen sowie Inventarbereinigungen belasteten mit 3,6 Millionen Franken.

Mit neuen Noten im Rückstand

Orell Füssli liegt mit der Produktion neuer Schweizer Banknoten mehrere Jahre im Rückstand. Ursprünglich hätte 2010 eine erste Serie im Umlauf gebracht werden sollen. Bestimmte Vorprodukte von Lieferanten verzögerten sich aber, wie es hiess. Zu Details äussert sich das Unternehmen aus Sicherheitsüberlegungen nicht.

SDA/kpn

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