Bedag trennt sich per sofort vom CEO

Knall beim IT-Unternehmen des Kantons Bern: CEO Felix Akeret verlässt das Unternehmen.

Freigestellt: Bedag-CEO Felix Akeret.

Freigestellt: Bedag-CEO Felix Akeret.

(Bild: PD)

Julian Witschi

Der Grund für die Trennung von Felix Akeret sind unterschiedliche Auffassungen über die Geschäftsführung, wie die Bedag in einer Mitteilung schreibt. Das Branchenportal inside-it hat diese publik gemacht. Der Regierungsrat bestätigt auf Anfrage, dass er über die Trennung informiert worden ist. Verwaltungsratspräsident Adrian Bieri will sich nicht weiter zu den Gründen äussern.

Klar ist aber: Der Verwaltungsrat hat Felix Akeret per sofort von sämtlichen Aufgaben entbunden. Damit Akeret sich voll seiner beruflichen Neuorientierung widmen kann, wie es heisst.

Akeret ist erst seit September 2017 Chef des IT-Dienstleistungsunternehmens, das dem Kanton Bern gehört. Er wurde als ausgewiesener IT-Spezialist mit Führungserfahrung gepriesen, war er zuvor doch über 20 Jahre bei Firmen wie Siemens, T-Systems, scope solutions und Ruag tätig.

Vorzeichen haben geändert

Bei seiner Ernennung standen die Zeichen aber noch auf Expansion der Bedag im freien Markt. Im September 2018 hat der Regierungsrat dann entschieden, die Bedag nicht zu privatisieren. Im Gegenteil: Künftig soll das staatseigene Unternehmen mit Dritten maximal 20 Prozent des Umsatzes erzielen. Zuletzt waren es rund 25 Prozent. Noch 2016 hatte die Bedag 40 Prozent rund 40 Millionen Franken von anderen Auftraggebern als dem Kanton erhalten. Und es war lange Jahre das Ziel, die Abhängigkeit von Aufträgen des Kantons Bern zu senken.

Die Stelle des Bedag-Chefs wird nun neu besetzt. Das Rekrutierungsverfahren wird vom Verwaltungsrat eingeleitet. Ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin steht offenbar noch nicht bereit.

Berner Zeitung

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