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BBC streicht 450 Arbeitsplätze

Die Stellen der kriselnden britischen Rundfunkanstalt sollen ausgerechnet im Newsroom wegfallen.

Markanter Stellenabbau: Die stets hoch geachtete BBC steckt tief in der Krise. (Reuters/Henry Nicholls/29. Januar 2020)
Markanter Stellenabbau: Die stets hoch geachtete BBC steckt tief in der Krise. (Reuters/Henry Nicholls/29. Januar 2020)

Die BBC wird 450 Arbeitsplätzen streichen. Die Jobs sollen im Newsroom des öffentlich-rechtlichen Senders wegfallen, teilte die Nachrichtenchefin Fran Unsworth am Mittwoch mit.

Der britische Sender, der rund 80 Millionen Pfund (101 Millionen Franken) einsparen muss, wolle damit auf die veränderten Nutzergewohnheiten reagieren. Derzeit würde noch zu viel Geld für «traditionellen linearen Rundfunk» und zu wenig für die Digitalisierung ausgegeben.

Vor allem das jüngere Publikum schaue immer weniger klassisches Fernsehen, hiess es in einer Mitteilung der BBC. Dieser Entwicklung solle nun Rechnung getragen werden. Investiert werden soll in das digitale Angebot, beispielsweise werde die BBC-Nachrichtenapp überarbeitet und nutzerfreundlicher gestaltet.

Dagegen werde etwa die Morningshow «Victoria Derbyshire» gestrichen. Auch werden künftig weniger Filme für die bekannte Nachrichtensendung «Newsnight» produziert werden. Zudem soll die Zahl der Moderatoren überprüft werden. Die Stellenstreichungen gehen zudem mit einer Neuorganisation des Newsrooms einher.

Wieviele Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren und wieviele Stellen einfach nicht neu besetzt werden, ging aus der Mitteilung nicht hervor. Derzeit beschäftigt BBC News weltweit 6000 Mitarbeiter.

Seit Monaten in der Krise

Die BBC befindet sich seit Monaten in der Krise. Vergangene Woche kündigte BBC-Generaldirektor Tony Hall seinen Rücktritt in sechs Monaten an. Der Sender war zuvor von einem Skandal wegen ungleicher Bezahlung zwischen Männern und Frauen erschüttert worden.

Zudem wird das öffentlich-rechtliche Finanzierungsmodell infrage gestellt. Premierminister Boris Johnson hatte erst im Dezember sogar eine mögliche Abschaffung des Rundfunkbeitrags ins Spiel gebracht.

(SDA)

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