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BASF schafft Anreiz für Ciba-Kader

Im Falle einer erfolgreichen Übernahme durch den deutschen BASF-Konzern erhalten bis zu 50 Schlüsselmitarbeiter des Chemiekonzerns Ciba Treue-Boni.

Dies ist dem am Mittwoch veröffentlichten Kaufangebot von BASF zu entnehmen. Für die Ciba-Verwaltungsräte gibt es keine goldenen Fallschirme.

In dem zunächst bis zum 28. Oktober befristeten öffentlichen Kaufangebot wird der am vergangenen 15. September angekündigte Preis von 50 Franken je Ciba-Aktie bestätigt. BASF ist damit bereit, rund 6,1 Milliarden Franken für den Basler Konzern zu zahlen. Den weiteren Einzelheiten des Angebots ist zu entnehmen, dass BASF einem Kreis von bis zu 50 Schlüsselmitarbeitern von Ciba einen Treue-Bonus zahlen will, sofern das Angebot vollzogen und die Begünstigten während zwölf Monaten nicht kündigen. Die Treueprämie soll bis zu 100 Prozent des jährlichen Bruttolohns (ohne Bonus) betragen. Die Angebotsfrist ist auf den Zeitraum vom 1. bis 28. Oktober festgelegt worden.

Ciba-Verwaltungsrat geht leer aus

Keinerlei Vorteile sollen hingegen den Mitgliedern des Ciba-Verwaltungsrats (VR) gewährt werden. Keines der ausscheidenden VR-Mitglieder erhalte eine Abfindung, heisst es im Angebot. Auch seien keinerlei Vereinbarungen bezüglich der Honorare der neu in den Verwaltungsrat zu wählenden Mitglieder getroffen worden. Die sieben Ciba-Verwaltungsräte und die sechs Mitglieder der Konzernleitung müssen aber keine negativen Steuerfolgen befürchten, weil ihre unter den Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen gesperrten Ciba-Aktien nun freigegeben werden. Zusätzliche Einkommenssteuern werden ihnen erstattet. Der Aufwand dafür wird auf rund 434'000 Franken geschätzt. Mit Abstand am meisten gesperrte Aktien werden im Falle von VR-Präsident Armin Meyer frei, nämlich gut 125'000. Sie werfen zum BASF-Übernahmepreis nun mehr als sechs Millionen Franken ab.

AP/mbr

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