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BA-Kabinenpersonal sagt Nein

In Grossbritannien droht ein neuer Streik bei der Fluggesellschaft British Airways – wegen eines klaren Votums des Kabinenpersonals.

In einer Abstimmung sprach sich die Mehrheit des Personals am Dienstag gegen einen Vorschlag der Konzernleitung aus, der den seit Monaten schwelenden Arbeitskampf beenden sollte. Bei der von der Gewerkschaft Unite organisierten Abstimmung stimmten 3419 Angestellte gegen und 1686 Angestellte für den Vorschlag. Gewerkschaftschef Tony Woodley, sagte, nun sei eine Abstimmung über neue Streiks denkbar. Er bevorzuge aber neue Verhandlungen mit der Führung von British Airways (BA).

Die Unternehmensleitung gab sich angesichts der niedrigen Beteiligung von weniger als der Hälfte der betroffenen Angestellten selbstbewusst. Die Unterstützung für Unite «verebbe», erklärte das Unternehmen. Die Gewerkschaft habe die «moralische Autorität» verloren, die Interessen des Kabinenpersonals zu vertreten. Unite müsse jetzt an den Verhandlungstisch zurückkehren und die Übereinkunft unterzeichnen, um den Streit zu beenden. BA hatte das Angebot als «letzten» Vorschlag bezeichnet und bot eine Gehaltssteigerung von 2,9 Prozent im kommenden Jahr und drei Prozent 2012 an.

Das Kabinenpersonal der Airline hat in diesem Jahr bereits an 22 Tagen die Arbeit niedergelegt. Die Kosten für British Airways belaufen sich laut Unite auf umgerechnet 177 Millionen Euro. Ursprünglich ging es bei dem Streit um die Sparanstrengungen des angeschlagenen Unternehmens, doch inzwischen geht es auch um Strafmassnahmen gegen streikendes Personal. Der nächste Streik könnte bereits im September stattfinden.

AFP/raa

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