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Arbonia Forster baut 110 Stellen ab

Der Bauzulieferer Arbonia Forster restrukturiert sein Heizkörper- und Küchengeschäft. Auch das Schweizer Geschäft ist vom Stellenabbau betroffen.

Nachdenklicher Blick: Edgar Oehler, Verwaltungsratspräsident der Arbonia-Forster-Holding AG, während der Bilanzmedienkonferenz im März 2010.
Nachdenklicher Blick: Edgar Oehler, Verwaltungsratspräsident der Arbonia-Forster-Holding AG, während der Bilanzmedienkonferenz im März 2010.
Keystone

Unter dem Strich werden konzernweit etwa 110 Stellen abgebaut. Betroffen sind die Standorte in Deutschland und Tschechien, in geringerem Umfang aber auch die Schweiz. Bis Ende 2012 gehen im thurgauischen Arbon 25 Stellen verloren, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Die Produktionsanlagen in Arbon bleiben aber im Wesentlichen erhalten. Lediglich kleinere Produktionsaktivitäten werden nach Tschechien verlagert. In ihren Ostschweizer Betrieben beschäftigt die Gruppe rund 2500 Personen.

Wie Edgar Oehler, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrats der AFG Arbonia-Forster-Holding, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte, können die 25 in Arbon von der Restrukturierung betroffenen Angestellten in anderen Sparten beschäftigt werden. «Wir haben in Arbon genügende Arbeit», betont der AFG-Patron.

Abbau vor allem in Deutschland

Im Werk in Riesa in Deutschland wird die Produktion und die Logistik sukzessive eingestellt. Betroffen sind 150 Mitarbeitende. Sie werden bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen innerhalb und ausserhalb des Unternehmens unterstützt, wie es heisst. In Stribo in Tschechien werden im Gegenzug 140 neue Stellen geschaffen.

Im Werk Warendorf in Deutschland der AFG-Division Küchen und Kühlen werden 75 Stellen aufgehoben, was einem Drittel der Belegschaft entspricht. «Die Auslastung in Warendorf ist schon seit längerer Zeit unbefriedigend», begründet Oehler den drastischen Schritt. Auch in Warendorf werde den Betroffenen bei der Jobsuche geholfen. In England schliesst die AFG-Holding zwei Küchen-Showrooms. Dadurch gehen sieben Stellen verloren.

Oehler rechnet mit Einsparungen

Die Neuausrichtung des Heizkörper- und Küchengeschäfts ermöglicht laut Edgar Oehler ab 2012 jährliche Einsparungen in Höhe von über 12 Millionen Franken. Zunächst fallen indes einmalige Kosten von 22 Millionen Franken an, die nahezu vollständig der Rechnung 2010 belastet werden.

Dennoch rechnet die AFG-Gruppe für das laufende Jahr mit einem Gewinn, wie Oehler sagt: «Wir haben volle Auftragsbücher.» Arbonia Forster habe die Wirtschaftskrise überstanden. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen tiefrote Zahlen geschrieben.

An der Schweizer Börse gaben die AFG-Aktien am Freitagvormittag in einem leicht negativen Gesamtmarkt um 1,2 Prozent auf 23.85 Fr. nach. Allerdings hatte der Titel in den vergangenen zwei Wochen um rund 10 Prozent zugelegt.

SDA/jak

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