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Apple Watch überteuert in der Schweiz erhältlich

Obwohl sie noch nicht offiziell in den Schweizer Apple Stores angeboten wird, kann man die Apple Watch hierzulande bereits kaufen. Kommt es nun zum grossen Ansturm?

Beliebtes Spielzeug: Ein Apple-Mitarbeiter demonstriert den Gebrauch der Apple Watch an einer Präsentation in Cupertino, Kalifornien. (9. September 2014)
Beliebtes Spielzeug: Ein Apple-Mitarbeiter demonstriert den Gebrauch der Apple Watch an einer Präsentation in Cupertino, Kalifornien. (9. September 2014)
Keystone

Die gross angekündigte Apple Watch ist noch gar nicht in den Apple Stores der Schweiz erhältlich, trotzdem kann man sie hierzulande bereits kaufen: Seit Anfang Woche bietet Microspot das Gerät an, so auch Migros-Tochter Melectronics, wie «2o Minuten online» berichtet. Inzwischen gibt es die Uhr jedoch nur noch auf dem französischsprachigen Portal von Melectronics zu kaufen.

Der Import der Apple Watch hat seinen Preis. Je nach Gerät ist die Uhr doppelt so teuer wie in Deutschland: So kostet das Modell Sport (38 mm) dort 399 Euro, bei Microspot 828 Franken. Die 42-mm-Version der Uhr ist in Deutschland für 499 Euro zu haben, während Microspot 1269 Franken dafür verlangt. Die Uhren werden aus dem EU-Raum und den USA via Zwischenhändler bezogen. Daraus resultiere der Preisunterschied, so eine Migros-Sprecherin. Ein Microspot-Sprecher ergänzt: «Wir verkaufen die Uhren ohne Aufpreis weiter und verdienen nichts daran.»

Campen und betteln vor dem Apple Store

Ob Apple-Fans weniger zu berappen haben, wenn die Smartwatch in die Schweizer Apple Stores kommt, ist nicht bekannt. Ebenso wenig, wann es hierzulande überhaupt so weit ist. Eine Sprecherin von Apple Schweiz gibt sich auf Anfrage entsprechend bedeckt. Bisher ist die smarte Uhr in neun Ländern – Australien, China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Hongkong, Japan, Kanada und den USA – in den Apple Stores erhältlich; der Start erfolgte am 24. April.

Der Bedarf nach Apple Watches ist laut Microspot «noch nicht sonderlich gross». Wöchentlich werde eine kleine Stückzahl bestellt. Trotzdem ist nicht auszuschliessen, dass Apple-Fans beim offiziellen Verkaufsstart in der Schweiz die Läden stürmen werden. In Städten wie München, London oder Paris kam es Ende April zu Anstürmen von Leuten, die möglichst früh eine der wenigen verfügbaren Apple Watches ergattern wollten.

So sass laut dem Nachrichtenportal «Focus.de» bereits am Abend vor dem Verkaufsstart ein Mann vor dem Münchner Apple Store und hoffte darauf, einem Kunden eine Apple Watch gegen Aufpreis abkaufen zu können. Eingefleischte Apple-Fans nahmen auch gern weitere Wege in Kauf, wie die Beispiele von eigens angereisten Spaniern in London sowie Russen in Berlin zeigen. Schlafverzicht wegen der langen Warterei vor den Apple Stores nahmen die Leute noch so gern in Kauf, teilweise in Gruppen von bis zu 80 Leuten wie in Berlin.

Verkaufsprognose nach oben korrigiert

Apple-Verkaufschefin Angela Ahrendts hat bisher also recht behalten mit ihrer Erwartung von Anfang April, «dass die hohe Kundennachfrage das Angebot bei der Einführung übertreffen» werde. Dies bestätigt allerdings auch die Ansicht von Branchenkennern, dass es zur Strategie von Apple gehöre, die Anzahl an verfügbaren neuen Geräten tief zu halten.

Die ohnehin schon optimistischen Prognosen zu den Apple-Watch-Verkäufen wurden inzwischen nach oben korrigiert: Nachdem die US-Investmentbank Morgan Stanley ursprünglich 30 Millionen verkaufte Geräte in den ersten zwölf Monaten nach Verkaufsstart prognostiziert hatte, rechnet sie jetzt in einer neuen Studie mit 36 Millionen Exemplaren, wie das Internetportal Mactechnews.de berichtet.

Erfolgreichste Neueinführung eines Apple-Produkts?

Diese Schätzung sei «konservativ», weil in der zugrunde liegenden Umfrage nur «definitive» Kaufabsichten und nicht etwa «wahrscheinliche» in die Prognose eingeflossen seien, so Studienautorin Katy Huberty. Apples Uhrenproduktion werde zunächst nicht der Nachfrage nachkommen können. Dies sei grösstenteils erst in der Vorweihnachtszeit möglich.

Falls die Verkaufsprognose auch nur ungefähr zutrifft, könnte die Apple Watch die erfolgreichste Produktneueinführung des kalifornischen Unternehmens werden. Zum Vergleich: Im ersten Jahr nach der Vorstellung des iPhones 2007 verkaufte Apple gut 6 Millionen Geräte. Das iPad wurde in den ersten zwölf Monaten nach der Vorstellung 2010 etwa 15 Millionen Mal gekauft.

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