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«Antinori hat nie eine Dividende bezahlt»

Renzo Cotarella, der Chef des Florentiner Weinhauses Marchesi Antinori, hat es an die Spitze des 628 Jahre alten Familienunternehmens geschafft. Er ist froh, dass das Unternehmen nicht an der Börse ist.

Hier wachsen Trauben für den Spitzenwein Tignanello: Bei Antinori wird er nur in jenen Jahren gekeltert, in denen die Qualität stimmt.
Hier wachsen Trauben für den Spitzenwein Tignanello: Bei Antinori wird er nur in jenen Jahren gekeltert, in denen die Qualität stimmt.
PD

Die Firma Marchesi Antinori hat mit dem neuen Weinkeller eine 100 Millionen Euro teure Architekturikone geschaffen. Wozu?

Antinori ist ein Familienunternehmen, in dem die 26. Generation am Werk ist. Die Familie lebt seit 500 Jahren in ihrem Palazzo im Herzen von Florenz, in dem schon immer auch die Büros waren. Nun war es an der Zeit, einen zweiten Palazzo zu bauen, ein Symbol auch für die neuen Generationen, die Antinori heute prägen. Die Motivation ist nicht geschäftlicher Natur, rein ökonomisch gesehen, ist die Investition möglicherweise sogar falsch. Aber wir sind in der glücklichen Lage, uns eine solche Investition leisten zu können. Und leisten können wir uns das, weil die Familie nie Profit aus dem Unternehmen gezogen hat. Die letzten 50 Jahre hat Antinori nie eine Dividende bezahlt, auch jetzt fliessen 90 Prozent der Gewinne ins Unternehmen.

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