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Alfred Schindler tritt nach 30 Jahren ab

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr erneut steigern können. Nun will das Unternehmen seine Tätigkeit in Asien ausbauen. Aber ohne Alfred Schindler als Chef.

Zuversichtliches Ergebnis: Konzernchef Alfred N. Schindler.
Zuversichtliches Ergebnis: Konzernchef Alfred N. Schindler.
Keystone

Alfred Schindler gibt beim gleichnamigen Lift- und Rolltreppenkonzern die Funktion als Konzernchef ab. Wie er an der Bilanzmedienkonferenz in Luzern sagte, übernimmt Jürgen Tinggren den Chefsessel. Schindler selbst bleibt Verwaltungsratspräsident.

Der Patron fungierte 30 Jahre lang als Konzernchef, seit 17 Jahren sitzt er zudem dem Verwaltungsrat vor. Tinggren leitete bisher die Sparte Aufzüge und Fahrtreppen.

Schindler begründete seinen Rücktritt mit der Loslösung der bisherigen IT-Grosshandelstochter Also. Eine Struktur mit zwei Konzernchefs ergebe bei diesem Sachverhalt keinen Sinn mehr.

Mehr Bestellungen

Mit einem Reingewinn von 711 Millionen Franken blieb dem Innerschweizer Unternehmen Schindler unter dem Strich 8,9 Prozent mehr übrig als im Vorjahr. Bereits im Krisenjahr 2009 hat Schindler dank Sparmassnahmen bei einem Umsatzminus den Gewinn halten können. Im Jahr 2010 ist der Umsatz erneut – als Folgde des starken Frankens – um 1,1 Prozent auf 8,19 Milliarden Franken zurückgegangen. Mit konstanten Wechselkursen wäre die Betriebsleistung von Schindler um 2,4 Prozent gestiegen.

Neu ins Auftragbuch geschrieben werden konnten vergangenes Jahr Bestellungen von 8,78 Milliarden Franken. Das sind 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In Lokalwährungen grerechnet wären es sogar 7,7 Prozent mehr gewesen, wie Schindler am Donnerstag mitteilte. Auch das Betriebsergebnis (Ebit) des Lift- und Rolltreppengeschäfts konnte Schindler letztes Jahr steigern, und zwar von 962 auf 980 Millionen Franken.

In naher Zukunft will Schindler die Forschung und Entwicklung in den Wachstumsmärkten China und Indien ausbauen. Mehr Aufträge erwartet der Lift- und Rolltreppenhersteller auch in Lateinamerika und der Golfregion. In schwachen Märkten wird Schindler seine Geschäftstätigkeiten dagegen reduzieren, ohne dazu im Communiqué nähere Angaben zu machen.

SDA/jak

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