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Aktien der Grossbanken legen nach Steuerabkommen zu

Die Börse reagiert positiv auf den Steuerdeal der Schweiz mit Grossbritannien. Die Aktien von UBS, Credit Suisse und Julius Bär liegen deutlich im Plus.

Die Aktien der Grossbanken UBS und Credit Suisse (CS) gehörten heute Morgen zu den stärksten Schweizer Bluechips. Analysten haben den Abschluss des neuen Steuerabkommens zwischen der Schweiz und Grossbritannien als grundsätzlich positive Nachricht für die Schweizer Bankbranche gewertet.

Die Aktien der CS verbesserten sich bis 10.30 Uhr Uhr um 2,5 Prozent auf 22,28 Franken und standen damit an der Spitze des Swiss Market Index SMI. UBS legten um 2,1 auf 11,34 Franken zu. Julius Bär konnten ebenfalls 1,7 Prozent auf 30,47 Franken zulegen. Der SMI stand gleichzeitig um 1,08 Prozent im Plus.

Der Abschluss des Steuerabkommens mit Grossbritannien sei grundsätzlich positiv zu werten, meint etwa die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Die Unsicherheiten auf Kundenseite nähmen damit deutlich ab. Nach der Paraphierung werde ein automatischer Informationsaustausch immer unwahrscheinlicher, auch wenn Frankreich und Italien weitere Knacknüsse darstellten.

Etwas schlechter als Deutschland

Zwar falle das Abkommen mit Grossbritannien bezüglich Abgeltungssteuer auf den künftigen Erträgen etwas schlechter aus als dasjenige mit Deutschland, die Unterschiede seien aber wesentlich auf das divergierende Steuersystem zurückzuführen.

Es sei gut, dass nun mehr Klarheit über das Abkommen mit Grossbritannien herrsche, meint auch Bank Vontobel-Analystin Teresa Nielsen. Die UBS habe angegeben, dass die gefährdeten Kundengelder in der gesamten EU zwischen 15 und 40 Milliarden Franken betrügen, bei der Credit Suisse seien es 25 bis 35 Milliarden Franken. Für weitere Banken betrügen die gefährdeten Gelder im schlimmsten Fall 3 Milliarden Franken.

Europaweit gehören die Banken heute Vormittag an den Börsen zu den deutlichen Gewinnern, nachdem die französische Grossbank Crédit Agricole weniger schlechte Zahlen vorgelegt hatte als erwartet. Das Griechenland-Geschäft hatte die französische Bank nicht so stark belastet wie befürchtet.

SDA/miw

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