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AIG: Gigant mit riskanten Geschäften

Der Versicherungsriese American International Group zählt zu den weltweiten Branchenführern. Lange Zeit stand der Konzern gemessen am Börsenwert einsam an der Spitze.

AIG-Sitz in Hongkong: Lange überragte der US-Riese den Versicherer-Weltmarkt.
AIG-Sitz in Hongkong: Lange überragte der US-Riese den Versicherer-Weltmarkt.
Bloomberg

Doch der jüngste dramatische Kursverfall liess AIG bei der Marktkapitalisierung hinter die deutsche Allianz und die französische AXA zurückfallen.

Der AIG-Konzern bedient mit über 100'000 Beschäftigten in mehr als hundert Ländern weltweit die gesamte Palette von Schadenspolicen bis hin zu Lebensversicherungen.

Auch Investmentbank

Neben dem klassischen Versicherungsgeschäft ist der Gigant aber auch als Vermögensverwalter tätig und betreibt ganz ähnlich riskante Geschäfte wie eine Investmentbank. Aus diesem Bereich stammen die derzeit lebensbedrohlichen Probleme.

Zum Konzern gehört zudem der weltgrösste Anbieter für Flugzeug-Leasing ILFC - der wichtigste einzelne Kunde für Airbus und Boeing.

Milliarden verloren

In den vergangenen drei Quartalen erlitt AIG wegen der Kreditkrise Verluste von insgesamt 18 Mrd. Dollar und wechselte seinen Chef aus. Der Versicherer holte sich zudem bereits eine Kapitalspritze von 20 Mrd. Dollar.

AIG hatte schon mit einigen Skandalen zu kämpfen: Bis heute belasten den Konzern Nachwehen von Ermittlungen zu Unregelmässigkeiten in den Bilanzen.

Im Jahr 2005 musste deshalb der legendäre AIG-Chef Maurice Greenberg gehen, der den Konzern über fast vier Jahrzehnte aufgebaut und geprägt hatte. Greenberg ist noch immer Grossaktionär und oft einer der heftigsten Kritiker der Konzernspitze.

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